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“Kino Kosova”, ein Fest für den Film und die Integration mit Werten.
Künstlerischer Direktor, Sabahet Meta: Das Festival wird zu einem ernsthaften Indikator nicht nur für das Niveau des Films im Kosovo, sondern auch für die Integration mit Werten der kosovarischen Gemeinschaft in der Schweiz.
Gestern Abend, am 10. September, wurde in Bern die sechste Ausgabe des Filmfestivals Kino Kosova eröffnet. Vor einem vollbesetzten Saal, mit einer Vielzahl von Kunstliebhabern aus der Schweiz, aus Albanien und weiteren Ländern, war der Abend geprägt von einer festlichen und zugleich arbeitsamen Stimmung.
Der Eröffnung ging ein reichhaltiger Apéro voraus, der den Gästen die Möglichkeit bot, in angenehmer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen und sich mit dem Geist des Festivals zu identifizieren.
Im Namen des Festivalteams stellten Aleksandra Hiltmann und Sabahet Meta die Besonderheiten dieser Ausgabe vor.
Das Programm von Kino Kosova läuft noch vier Tage weiter, bis Sonntag, den 14. September, mit einem vielfältigen Inhalt, der nicht nur Filmvorführungen, sondern auch Diskussionspanels, Konzerte und eine Kunstausstellung umfasst. Albinfo.ch ist Medienpartner des Festivals.
Bei der Programmeröffnung sprach Frau Hiltmann über den bisherigen Weg des Festivals Kino Kosova, der durch ein kontinuierliches Wachstum sowohl in der Qualität als auch in der Anzahl der Filme geprägt ist. Sie betonte den Charakter des Festivals als eine offene Plattform für alle, ohne Einschränkungen in Bezug auf Ethnie, Sprache, Orientierung oder Zugehörigkeit.
So hat Kino Kosova Unterstützung gefunden, nicht nur finanziell, sondern auch durch verschiedene Institutionen und Akteure in der Schweiz, im Kosovo und darüber hinaus.
“In diesem Jahr haben wir uns entschieden, Portugal als Gastland des Festivals einzuladen. Und diese Entscheidung ist kein Zufall“, sagte Frau Hiltmann. „Die Gemeinschaften aus dem Kosovo und aus Portugal haben eine vergleichbare Größe, Rolle und Bedeutung in Bezug auf ihren Einfluss auf die Schweizer Gesellschaft. Es ist bekannt, dass laut den neuesten Statistiken die portugiesische und die albanische Gemeinschaft in der Schweiz zahlenmäßig fast gleich groß sind.“
Anschließend ergriff Sabahet Meta, künstlerischer Leiter und Gründer des Festivals Kino Kosova, das Wort. Er bestätigte die Aussagen seiner Vorrednerin und fügte hinzu, dass das Festival inzwischen zu einem ernstzunehmenden Indikator geworden ist nicht nur für das Niveau des Films im Kosovo, sondern auch für die wertvolle Integration der kosovarischen Gemeinschaft in der Schweiz.
Meta erwähnte als Neuheit die Ausstellung des Künstlers Yll Xhaferi aus dem Kosovo, der sich derzeit als «Artist in Residence» in Bern aufhält. Er würdigte auch den Beitrag von Dokufest, dem bereits etablierten Filmfestival aus Prizren, das als Inspiration für die Gründung und Durchführung von Kino Kosova in Bern diente.
Die Vertreterin Portugals zeichnete ein Bild der Filmkunst ihres Landes, insbesondere ihrer Entwicklung und ihrer aktuellen Strömungen.
Im weiteren Verlauf des Abends wurden vier Kurzspielfilme gezeigt: zwei aus dem Kosovo, einer aus Portugal und einer aus der Schweiz. Der Film Rrugës von Samir Karahoda und Wie krank, gelb von Norika Sefa beleuchteten die kosovarische Realität in zwei unterschiedlichen Zeiten und aus verschiedenen Blickwinkeln. Während der Film von Norika Sefa mit einem ästhetisierten Blick die Folgen des Krieges anhand einer familiären Aufnahme verarbeitet, beschäftigt sich Rrugës von Karahoda mit realistischem Ton und klarer Handlung mit der Trostlosigkeit und Perspektivlosigkeit vieler Menschen im Nachkriegskosovo.
Der Schweizer Film 1:10 des Regisseurs Sinan Tarik mit türkischen Wurzeln beleuchtet auf absurde und komische Weise den Ausbruch von Gewalt in einer multikulturellen Gesellschaft wie der Schweiz. Der Film The Moving Garden der portugiesischen Regisseurin Ines Lima ist hingegen eine poetische Widmung an die Träume von Liebe unter ungewöhnlichen Umständen.
An der Eröffnungsveranstaltung des Festivals nahmen auch der Botschafter der Republik Kosovo in der Schweiz, Mentor Latifi, mit seinem diplomatischen Stab sowie der stellvertretende Botschafter Portugals teil.
In den kommenden Tagen werden weitere Filme der teilnehmenden Kinematografien gezeigt, begleitet von Debatten und Begleitprogrammen. Albinfo.ch wird Sie über all diese Veranstaltungen auf dem Laufenden halten.
Fotograf: Rromir Imami
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