Die Regulierung von GVO in Lebensmitteln kommt vors Volk. Die Volksinitiative “Für Lebensmittel ohne gentechnisch veränderte Organismen (Lebensmittelschutz-Initiative)” mit mehr als 137.000 Unterschriften wurde am Freitag bei der Schweizerische Bundeskanzlei eingereicht.
Der Text fordert, die Kontrollen nach Ablauf des GVO-Moratoriums beizubehalten. Zudem verlangt er Wahlfreiheit für Konsumentinnen und Konsumenten, den Schutz einer GVO-freien Landwirtschaft sowie Sicherheit gegenüber den Risiken der Gentechnik, insbesondere für den Biolandbau.
“Die Menschen in der Schweiz wollen weiterhin selbst entscheiden, was auf ihren Teller kommt”, sagte Martin Graf, Präsident des Vereins für gentechnikfreie Lebensmittel, laut Mitteilung. Wahlfreiheit und die Option “ohne GVO” gehörten zur Haltung der Konsumentinnen und Konsumenten.
Neben dieser Wahlfreiheit möchte das Initiativkomitee “rote Linien” festlegen, die das Vorsorgeprinzip sichern. Es stellt sich gegen den Vorschlag des Schweizerischer Bundesrat für ein spezielles Gentechnikgesetz, das vor knapp einem Jahr präsentiert wurde. Dieses Projekt schütze Menschen, Tiere und Umwelt nicht ausreichend, so die Initianten, berichtet RTS, übermittelt albinfo.ch.
Unterstützung aus der Landwirtschaft
Für das Zustandekommen der Initiative sind 100.000 gültige Unterschriften erforderlich. Rund 50 Organisationen unterstützen das Anliegen, darunter Bio Suisse, Greenpeace, Swissaid, der Verband der Kleinbauern sowie Konsumentenschutzorganisationen und Politikerinnen und Politiker von SVP, Mitte, EVP, SP und Grünen.
Das Thema GVO beschäftigt insbesondere landwirtschaftliche Kreise. Die Unabhängigkeit der Produzenten müsse gewahrt bleiben, wenn sie ohne GVO produzieren wollen. Ein “klares Signal” solle gegen ein zu weitgehendes Durchgriffsrecht multinationaler Konzerne im Bereich der Gentechnik gesetzt werden.












