Nachrichten

Zürich: Akademiker Agani wurde als “das Gehirn des zivilen Widerstands” der 90er-Jahre gewürdigt

Die dem Akademiker Agani gewidmete Ausstellung wurde vom Konsulat des Kosovo in Zürich, der SHBK "Salih Çekaj" in der Schweiz und dem Nationalmuseum des Kosovo organisiert.

Am vergangenen Samstag, dem 5. Mai, wurde in Zürich die thematische Museumsausstellung eröffnet, die dem Leben und Werk von Fehmi Agani gewidmet ist. Unter dem Titel “Der patriotische, intellektuelle und politische Beitrag von Akademiker Fehmi Agani” wurde diese Ausstellung von Besnik Rracaj und Sadik Krasniqi, Mitarbeitenden des Historischen Museums des Kosovo, gestaltet.

Die Veranstaltung wurde durch das Engagement des Konsulats der Republik Kosovo in Zürich unter der Leitung von Vigan Berisha, des Kultur- und Wohltätigkeitsvereins (SHBK) “Salih Çekaj” in der Schweiz sowie des Nationalmuseums des Kosovo ermöglicht, vertreten durch Besnik Rracaj und Sadik Krasniqi.

An den Wänden des grossen Saals eines Kulturzentrums in Zürich waren zahlreiche Fotografien und Dokumente ausgestellt, die dem Publikum das Leben und Wirken von Professor Agani näherbringen sollten, einer Persönlichkeit, die als “Gehirn” der friedlichen Bewegung des Kosovo in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts sowie als rechte Hand von Präsident Rugova galt.

Als Erste ergriff Donika Gërvalla, stellvertretende Premierministerin und Justizministerin der Regierung der Republik Kosovo, das Wort. Sie brachte ihre höchste Wertschätzung für den Akademiker Fehmi Agani zum Ausdruck, den sie als “Gehirn des zivilen Widerstands” der 90er-Jahre im Kosovo bezeichnete. Einen Widerstand, der “keineswegs passiv, sondern auch bewaffnet” gewesen sei, betonte Frau Gërvalla und hob hervor, dass dieser Widerstand nicht einseitig nur als friedlich dargestellt werden sollte.

“Agani war ein Mensch, in dessen Nähe man politisch und national gewachsen ist.” Damit erinnerte sie an die Zeit ihrer Zusammenarbeit mit Professor Agani als Aktivistin und stellvertretende Vorsitzende der LDK in Deutschland, während dieser Vizepräsident der LDK und engster Mitarbeiter von Präsident Rugova war.

Für den nächsten Redner, den Botschafter des Kosovo in der Schweiz, Herrn Mentor Latifi, war Akademiker Agani “der praktische Führer der friedlichen Bewegung im Kosovo. Er war ein Mensch des Dialogs und des Handelns. Er zeichnete sich als Verhandlungsführer, Brückenbauer und Förderer der Einheit aus, auch zwischen politischen Rivalen, mit dem Ziel, ein unabhängiges Kosovo aufzubauen”, sagte Botschafter Latifi unter anderem.

Im Namen der Organisatoren sprach Saim Tahiraj, Präsident der SHBK “Salih Çekaj” in der Schweiz. Er erläuterte den Ablauf der Organisation dieser Ausstellung und sagte, dass sie den Abschluss einer Reihe von drei Ausstellungen darstelle, die Präsident Rugova, Salih Çekaj und nun Professor Agani gewidmet seien.

Tahiraj bezeichnete diese drei Persönlichkeiten als “ein Trinom, das sich mit dem identifiziert, was wir heute als die rugovianische Philosophie kennen”. “Diese drei Ausstellungen haben das Ziel, einseitige Stimmen zu widerlegen, die diese politische Philosophie als passive und gegen den Krieg gerichtete Bewegung bezeichnet haben”, sagte Herr Tahiraj unter anderem.

Zur professionellen Vorbereitung der Ausstellung sprach Besnik Rracaj vom Museum des Kosovo. Er betonte die geleistete Arbeit zur historischen und musealen Aufarbeitung der bedeutenden Persönlichkeit des Akademikers Agani. Das entsprechende Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften und Künste des Kosovo erarbeitet wurde, begann im Jahr 2024, während eine Ausstellung mit diesen Exponaten bereits 2025 in Prishtina eröffnet worden war.

Mit ihrer Anwesenheit ehrten auch Herr Ermal Dredha, Botschafter der Republik Albanien in Bern, Frau Shukrie Ramadani, stellvertretende Botschafterin der Republik Kosovo in Bern, Herr Vigan Berisha, Leiter des Konsulats des Kosovo in Zürich, der ehemalige Verteidigungsminister der Republik Kosovo Nik Gjeloshi sowie weitere Gäste die Eröffnung der Ausstellung.

Die Moderation der Veranstaltung wurde vom Aktivisten Qamil Çekaj übernommen.