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Düsseldorf: Ausstellung über die Vergiftungen im Kosovo (1990–1992) wird eröffnet

In Düsseldorf wurde die Ausstellung “Die Vergiftungen im Kosovo (1990–1992)” eröffnet. Sie ist einer der sensibelsten und bis heute nicht vollständig aufgeklärten Phasen der Geschichte des Kosovo gewidmet.

Bei der Eröffnung der Ausstellung betonte die amtierende Justizministerin Donika Gërvalla, dass diese Veranstaltung nicht nur ein Akt des Erinnerns sei, sondern auch ein Bemühen um Dokumentation und die Auseinandersetzung mit der historischen Wahrheit. Ihren Worten zufolge rückt die Ausstellung die Fälle der Massenvergiftungen erneut ins Bewusstsein, die zwischen 1990 und 1992 Tausende Schülerinnen, Studenten und Bürger im Kosovo betrafen und tiefe Spuren in der Gesellschaft sowie im kollektiven Gedächtnis hinterlassen haben.

Gërvalla erklärte, dass die Erfahrung des Kosovo mit Gewalt und systematischer Unterdrückung die staatliche und politische Ausrichtung des Landes geprägt habe, insbesondere in Bezug auf die euro-atlantische Partnerschaft und die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten von Amerika sowie der Europäischen Union. Sie betonte, dass die Unterstützung für die NATO und die EU ein Spiegelbild der historischen Erfahrungen des Landes sei.

In ihrer Rede fügte sie hinzu, dass die Ausstellung auch daran erinnert, dass der Frieden in Europa nicht garantiert ist und ständige Wachsamkeit erfordert, damit weder eine Relativierung der Vergangenheit noch ihr Vergessen zugelassen wird.

Die amtierende Ministerin dankte dem Institut für die während des Krieges im Kosovo begangenen Verbrechen (IKKL), dessen Direktor Atdhe Hetemi, dem Konsul des Kosovo in Düsseldorf, Behar Isma, sowie den akademischen Partnern und den albanischen Studierendenorganisationen in Nordrhein-Westfalen und der Universität Duisburg-Essen für die Organisation der Ausstellung.

Die in Düsseldorf veranstaltete Ausstellung soll zur historischen Dokumentation und zur Bewahrung der Erinnerung an eine schwere Phase in der Geschichte des Kosovo beitragen.