Ausstellung

Der Skulpturenpark «too big to fail» auf dem Brünig beim Naturfreundehaus

Systemrelevante Kunst- und Kulturinstitute können bei einem ungeordneten Ausfall ganze Volkskulturen gefährden und gelten deshalb als «too big to fail»

Um zu zeigen und demonstrieren, dass die Kunst systemrelevant ist und mit ihr nicht einfach herumgespielt werden darf, lassen Die Diebe, also Lili Vanilly und Bujar Berisha, mit Shuk Orani einen Skulpturenpark entstehen. Während der architektonische Entwurf von der Architektin Ardiana Orani realisiert wird. Die ersten Skulpturen werden Anfang 2022 erwartet. Der Startschuss hat stattgefunden und die Vorbereitungen haben schon begonnen. Holz, Steine, Metalle und andere Materialien stehen zur verfügung. Es wird geschnitzt, gebohrt, gehämmert und gemeisselt. Keiner Disziplin soll was im Wege stehen. Komplett sind wir nie, denn nur in der ständigen Erneuerung ist die Stabilität und somit auch die Zukunft gesichert. Somit sind wir stets offen für neue Kunstschaffende. Der Park hat viel Platz und dem künstlerischen Wachstum sind keine Grenzen gesetzt, im Gegensatz zu den natürlichen Ressourcen auf unserer Erde.

Die Kunst ist systemrelevant, weil sie die Möglichkeit hat, ausserhalb des Systems das System zu kritisieren.

Kopernikus war ein Künstler. Wäre er im oder nach dem System gegangen, hätte er niemals ein System über den Haufen geworfen. Es war eines der ego- oder homozentrischen Systeme, ziemlich wirkungsvoll ausser Kraft gesetzt mit dem Kunstwerk des Fernrohrs als Beweismittel. Mittlerweile begrenzt uns dieses Fernrohr schon wieder und befreit uns nicht mehr, es traut sich kaum mehr wer daraus heraus.

Kunstschaffende sichern den Fortschritt, die Verbesserung oder Überwindung eines Systems. Nicht nur, dass sie es dokumentieren (Picasso, Guernica, spanischer Bürgerkrieg, Darstellung des Bürgerkrieges auf künstlerische Art und Weise), berauben (Banksy, Hacker, Marylin Manson), kritisieren (Dali, Beuys, Einstein, Chaplin) und Trends setzen (Marx, die Beatles). Sondern, sie glauben gar nicht erst an das System. Sie schaffen eine Distanz zwischen sich und dem System und seinen Systemen, um zu reflektieren und so hinterfragen zu können. Darum leben sie auch gefährlich. Denn das trennende – besonders dank Macchiaveli – und bewertende System hat den Vorteil, dass es den Systemumsetzenden, also den Herrschenden, Raum und Zeit verschaffen kann und jegliche Kritik daran ist eine Gefahr ihrer Macht: Raum und Zeit.

Somit sind die Kunst und die Kunstschaffenden nicht nur systemrelevant sondern auch ein Regulierungsmechanismus; und kein System überlebt, wenn es abgeschlossen zur Aussenwelt ist, also wenn es keinen Regulierungsmechanismus hat. Die Kunst ist die Membran der Systeme, ständig mit der Aussenwelt in Berührung und somit im Austausch, um zu verstehen, um besser zu leben und überleben. Durch die Interaktion ausserhalb der Systeme können Kunstschaffende feststellen, dass bspw. das Geldsystem nicht mehr wichtig oder sogar schädlich ist und erarbeiten eine neue Idee.

Dies zu erreichen ist auch ausserhalb der Wege der Systeme möglich, also auch ohne anerkannt studiert oder einen Doktortitel zu haben, denn die systemische Bildung ist wiederum ein Mechanismus anderer zu meiner Zeit und meinem Raum, dem ich mich entziehen muss, um zu sein. Die Hinterfragung des Systems geht im gewöhnlichen Bildungsweg recht leicht vergessen, obwohl das der eigentliche Sinn der Bildung ist: Sich zu bilden, um hinterfragen zu können – mit der Liebe zum Wissen.

So können wir uns entscheiden, ob wir Werkzeuge oder Kunstschaffende sein möchten.

In diesem Sinne und mit diesem Ziel entsteht der Skulpturenpark «too big to fail».

Mit diesem Bewusstsein, dass die Kunst Systemrelevant war und immer noch ist, sollen Werke entstehen um zu demonstrieren und aufzuzeigen, dass die Kunst systemrelevant ist. Die Art und Weise der Darstellung und die Herangehensweise sind den Kunstschaffenden freigestellt. Auf jeden Fall sollen sich alle diese Frage stellen: Warum ist und sollte mein Werk systemrelevant sein und bleiben?”

Um die Skulpturen, in ihrer neuen Form, der Natur zurückzugeben und sie mit jener erneut in Einklang zu bringen, bedarf es der Eröffnung einer architektonischen Dimension. Dabei würde die Architektin Ardiana Orani zunächst eine sensible Analyse der Umgebungssituation, alle Räumlichkeiten gründlich durchleuchten, bevor sie im Anschluss die Gestaltung und kreative Entwicklung des Standortes übernimmt. Ziel ist es die transformierten Skulpturen der Natur, Stück für Stück und ganz bewusst, zurückzugeben, damit sich der Skulpturenpark  harmonisch ins Waldgefüge integriert. Hinter dem Analyse der Umgebungssituation durchführen.

 

Die Kunst ist systemrelevant, weil sie die Möglichkeit hat, ausserhalb des Systems das System zu kritisieren.

Kopernikus war ein Künstler. Wäre er im oder nach dem System gegangen, hätte er niemals ein System über den Haufen geworfen. Es war eines der ego- oder homozentrischen Systeme, ziemlich wirkungsvoll ausser Kraft gesetzt mit dem Kunstwerk des Fernrohrs als Beweismittel. Mittlerweile begrenzt uns dieses Fernrohr schon wieder und befreit uns nicht mehr, es traut sich kaum mehr wer daraus heraus.

Kunstschaffende sichern den Fortschritt, die Verbesserung oder Überwindung eines Systems. Nicht nur, dass sie es dokumentieren (Picasso, Guernica, spanischer Bürgerkrieg, Darstellung des Bürgerkrieges auf künstlerische Art und Weise), berauben (Banksy, Hacker, Marylin Manson), kritisieren (Dali, Beuys, Einstein, Chaplin) und Trends setzen (Marx, die Beatles). Sondern, sie glauben gar nicht erst an das System. Sie schaffen eine Distanz zwischen sich und dem System und seinen Systemen, um zu reflektieren und so hinterfragen zu können. Darum leben sie auch gefährlich. Denn das trennende – besonders dank Macchiaveli – und bewertende System hat den Vorteil, dass es den Systemumsetzenden, also den Herrschenden, Raum und Zeit verschaffen kann und jegliche Kritik daran ist eine Gefahr ihrer Macht: Raum und Zeit.

 

Somit sind die Kunst und die Kunstschaffenden nicht nur systemrelevant sondern auch ein Regulierungsmechanismus; und kein System überlebt, wenn es abgeschlossen zur Aussenwelt ist, also wenn es keinen Regulierungsmechanismus hat. Die Kunst ist die Membran der Systeme, ständig mit der Aussenwelt in Berührung und somit im Austausch, um zu verstehen, um besser zu leben und überleben. Durch die Interaktion ausserhalb der Systeme können Kunstschaffende feststellen, dass bspw. das Geldsystem nicht mehr wichtig oder sogar schädlich ist und erarbeiten eine neue Idee.

Dies zu erreichen ist auch ausserhalb der Wege der Systeme möglich, also auch ohne anerkannt studiert oder einen Doktortitel zu haben, denn die systemische Bildung ist wiederum ein Mechanismus anderer zu meiner Zeit und meinem Raum, dem ich mich entziehen muss, um zu sein. Die Hinterfragung des Systems geht im gewöhnlichen Bildungsweg recht leicht vergessen, obwohl das der eigentliche Sinn der Bildung ist: Sich zu bilden, um hinterfragen zu können – mit der Liebe zum Wissen.

 

So können wir uns entscheiden, ob wir Werkzeuge oder Kunstschaffende sein möchten.

In diesem Sinne und mit diesem Ziel entsteht der Skulpturenpark «too big to fail».

Mit diesem Bewusstsein, dass die Kunst Systemrelevant war und immer noch ist, sollen Werke entstehen um zu demonstrieren und aufzuzeigen, dass die Kunst systemrelevant ist. Die Art und Weise der Darstellung und die Herangehensweise sind den Kunstschaffenden freigestellt. Auf jeden Fall sollen sich alle diese Frage stellen: Warum ist und sollte mein Werk systemrelevant sein und bleiben?”


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