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Dominic Schläpfer (FDP) – „Mit Lust auf Zukunft“ für eine wirtschaftlich starke und offene Stadt
Interview – Stadtratswahlen Schlieren: Dominic Schläpfer – FDP, Kandidat für den Stadtrat
Dominic Schläpfer, Lehrer und Fraktionspräsident der FDP, kandidiert für den Stadtrat mit einem klaren Fokus auf Bildung, Chancengleichheit und wirtschaftliche Stärke. Dank seiner langjährigen Erfahrung im Schulbereich kennt er die Anliegen der albanischsprachigen Community aus erster Hand. Im Interview erklärt er, wie er Integration lebt, den Dialog mit den Communities pflegt und warum Schlieren für ihn Heimat und Herzensangelegenheit ist.
Vision für Schlieren
albinfo.ch: Wie sieht Ihre Vision für Schlieren in den nächsten 4–8 Jahren aus? Welche Prioritäten setzen Sie für die Stadtentwicklung?
Dominic Schläpfer: Meine Vision für Schlieren ist eine Stadt, die wo nötig wächst, ohne ihren sozialen Zusammenhalt und ihre Lebensqualität zu verlieren. In den nächsten 4–8 Jahren setze ich Prioritäten auf eine ausgewogene Stadtentwicklung: gut geplante Verdichtung, qualitativ hochwertige öffentliche Räume, eine moderne Infrastruktur sowie eine starke Verbindung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Schlieren soll innovativ, wirtschaftsfreundlich und zugleich lebenswert für alle Generationen bleiben. Die Hörigkeit gegenüber kantonalen Vorgaben ist zu hinterfragen. Beispiele hierfür sind das Projekt «Lebendige Limmat» sowie vor allem die unsägliche Verkehrssituation am Stadtkreisel. Letztere wurde bei der Planung aus meiner Sicht bewusst vom damaligen, politisch linken Bauvorstand bzw. vom Gesamtstadtrat mit herbeigeführt oder zumindest toleriert.
Zusammenleben & Integration
albinfo.ch: Schlieren ist eine der vielfältigsten Städte im Kanton Zürich. Wie wollen Sie das Zusammenleben zwischen den verschiedenen Kulturen weiter stärken?
Dominic Schläpfer: Vielfalt ist eine grosse Stärke von Schlieren. Entscheidend ist, dass Integration nicht als Einbahnstrasse verstanden wird, sondern auf gegenseitigem Respekt, Offenheit und gemeinsamen Regeln basiert. Ich setze mich für Vereine und Veranstaltungen ein, die den Austausch fördern. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass Sprache, Bildung und die Teilhabe am Arbeitsmarkt zentrale Pfeiler der Integration bleiben. Integration bedeutet für mich in diesem Zusammenhang immer einen Willensakt. Gerade die albanischsprachige Community zeigt in vielerlei Hinsicht exemplarisch, dass dies über Sprache, Leistungsbereitschaft und Freiwilligenarbeit möglich ist, ohne dabei die eigene Herkunft zu negieren.
Albanische Community in Schlieren
albinfo.ch: Die albanischsprachige Community gehört zu den grössten Bevölkerungsgruppen in Schlieren und ist in Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft stark vertreten. Welche konkrete Rolle spielt die albanische Community in Ihrer politischen Arbeit, und wie möchten Sie deren Anliegen besser einbinden?
Dominic Schläpfer: Die albanischsprachige Community ist ein selbstverständlicher und wichtiger Teil von Schlieren. Durch meine über dreissigjährige Tätigkeit als Lehrer habe ich die damalige erste Flüchtlingswelle aus dem Kosovo hautnah erlebt. Und durfte mithelfen, den Vertriebenen bzw. ihren Kindern hier eine neue Zukunft aufzubauen. Heute gehören ehemalige Schüler dieser Gruppe zu meinem Wahl- Komitee. Das macht mich zugleich stolz und glücklich. In meiner politischen Arbeit geht es mir darum, alle Bevölkerungsgruppen gleichwertig einzubeziehen. Konkret bedeutet das: den Dialog mit Vereinen, Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Familien aktiv zu pflegen und ihre Anliegen ernst zu nehmen. Ich möchte bestehende Netzwerke stärker einbinden und Hürden abbauen, damit sich auch Menschen mit Migrationsgeschichte politisch einbringen und Verantwortung übernehmen wollen. Mit unserem FDP- Gemeindeparlaments- Kandidaten Loris Shoshi, Unternehmer aus Schlieren, gelingt uns das beiderseits vorbildlich.
Jugend & Bildung
albinfo.ch: Was wollen Sie konkret für Kinder, Jugendliche und Familien in Schlieren verbessern – insbesondere in den Bereichen Bildung, Freizeit und Chancengleichheit?
Dominic Schläpfer: Kinder und Jugendliche sind die Zukunft unserer Stadt. Als Lehrer setze ich mich wie erwähnt seit Jahrzehnten für eine starke Schlieremer Volksschule und eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und Stadt ein. Freizeitangebote, Sport- und Kulturmöglichkeiten sollen für alle zugänglich sein. Chancengleichheit bedeutet für mich, Talente früh zu fördern – unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund – und Übergänge in die Berufsbildung oder weiterführende Schulen gezielt zu unterstützen. Als Kursleiter des hiesigen Vorbereitungskurses für die Gymansiumsprüfung war und ist es mein Privileg, gerade auch leistungsbereiten Sprösslingen aus der albanischsprachigen Gemeinschaft Zugang zu akademischer Bildung zu ermöglichen.
Wirtschaft & Arbeitsplätze
albinfo.ch: Wie möchten Sie Schlieren als Wirtschaftsstandort stärken und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum sichern?
Dominic Schläpfer: Schlieren ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit innovativen Unternehmen und KMU. Ich setze mich für unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen, kurze Wege in der Verwaltung und eine aktive Standortförderung ein. Letzteres ist uns in der Vergangenheit in unvergleichbarem Mass gelungen. Gleichzeitig braucht es eine kluge Wohnraumpolitik: mehr Wohnungsbau durch qualitativ hochwertige Verdichtung an geeigneten Lagen, Schaffung von hochwertigem Wohneigentum (Stockwerk oder Einfamilienhäuser) für den Mittelstand und die Zusammenarbeit mit privaten und gemeinnützigen Bauträgern.
Sicherheit & Lebensqualität
albinfo.ch: Was sind Ihre Ansätze, um Sicherheit, Sauberkeit und Lebensqualität in allen Quartieren von Schlieren zu gewährleisten?
Dominic Schläpfer: Sicherheit und Lebensqualität entstehen durch Präsenz, Prävention und Zusammenarbeit. Ich unterstütze eine gut ausgestattete Polizei, klare Regeln im öffentlichen Raum und präventive Angebote für Jugendliche. Sauberkeit und gepflegte Quartiere sind keine Nebensache, sondern zentral für das Wohlbefinden. Wichtig ist mir zudem der regelmässige Austausch mit der Bevölkerung, um Probleme frühzeitig zu erkennen und pragmatisch zu lösen.
Dialog mit der Bevölkerung
albinfo.ch: Wie stellen Sie sicher, dass auch Migrantinnen und Migranten – darunter viele Albanerinnen und Albaner – politisch gehört werden und Vertrauen in die Stadtpolitik haben?
Dominic Schläpfer: Politisches Vertrauen entsteht durch Nähe, Transparenz und Verlässlichkeit. Ich setze auf offene Sprechstunden, Quartiergespräche und den direkten Austausch mit Vereinen und Gemeinschaften. Informationen müssen verständlich und zugänglich sein. Wer merkt, dass Anliegen ernst genommen und Rückmeldungen gegeben werden, gewinnt Vertrauen – unabhängig von Pass oder Herkunft. Wie bereits erwähnt hat die FDP Schlieren aktuell und bereits in der Vergangenheit albanischstämmige Gemeinderatskandidaten. Ich erachte diese als «Leuchtturm- Figuren» für ihre Community.
Persönliche Stärke
albinfo.ch: Welche persönliche Erfahrung oder Stärke bringen Sie mit, die Sie besonders für das Amt im Stadtrat qualifiziert?
Dominic Schläpfer: Ich bringe Führungserfahrung aus Pfadi, Lehrervertretung und Projektarbeit, wirtschaftliches Denken und eine lösungsorientierte Haltung mit. Diese lebe ich aktuell auch als Fraktionspräsident im Parlament. Mir ist es wichtig, zuzuhören, unterschiedliche Interessen abzuwägen und tragfähige Kompromisse zu finden. Als FDP-Politiker stehe ich für Eigenverantwortung, Freiheit und einen effizienten, schlanken Staat – immer mit dem Ziel, pragmatische und nachhaltige Lösungen für Schlieren zu erreichen.
Abschlussfrage
albinfo.ch: Warum sollten die Einwohnerinnen und Einwohner von Schlieren – inklusive der albanischsprachigen Community – Ihnen ihre Stimme geben?
Dominic Schläpfer: Weil ich mich für unser Schlieren einsetze, das Chancen bietet, Leistung anerkennt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Ich stehe für eine sachliche, lösungsorientierte Politik, die alle Menschen mitnimmt. Wer eine offene, wirtschaftlich starke und lebenswerte Stadt will, findet in mir eine engagierte und verlässliche Stimme – gemäss meinem Slogan «mit Lust auf Zukunft» – im Stadtrat. Ich lebe seit Kindsbeinen hier. Schlieren ist meine Heimat. Zusammen mit meiner ebenfalls zur Wahl stehenden, bürgerlichen Kollegin Sarah Impusino sowie den Kollegen Beat Kilchenmann und Stefano Kunz (als Stadtpräsident) möchte ich die Wende weg von einem linksgrün agierenden Stadtrat hin zu einem pragmatischen und bürgernahen, finanziell verantwortungsbewussten Gremium machen. Hin zu einer Stadtregierung und Verwaltung, die der Bevölkerung essentielle Dienstleistungen bei gleichzeitig maximaler individueller Freiheit bietet.
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