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IC Forum 2024: 1000 Menschen kommen in Basel zum Thema Frieden zusammen

Das dritte International Cooperation Forum (IC Forum) ist heute in Basel zu Ende gegangen. In Anwesenheit von Bundespräsidentin Viola Amherd, Bundesrat Ignazio Cassis und der äthiopischen Präsidentin, Sahle-Work Zewde, tauschten sich rund 1000 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über das Thema Friedensförderung aus. Kritischer Dialog, Vertrauen und Innovation: Mit Blick auf diese drei Werte wurden neue Ansätze für konkrete und nachhaltige Fortschritte diskutiert und ausgelotet. Am IC Forum 2024 wurden ausserdem die Swiss IC Awards verliehen, mit denen innovative Projekte von Schweizer Unternehmen, die zum Frieden beitragen, ausgezeichnet werden.

Bewaffnete Konflikte, Ernährungs- und Migrationskrisen sowie Naturkatastrophen sind in der heutigen Welt Herausforderungen, die dem Frieden im Wege stehen. Um sie zu bewältigen, braucht es eine koordinierte und strategische Reaktion. Vor diesem Hintergrund stand das Thema Frieden im Mittelpunkt des dritten IC Forum, das während zweier Tage in Basel rund 1000 Akteure der internationalen Zusammenarbeit aus über 100 Ländern zusammenbrachte. Etwa 700 Personen nahmen auch online daran teil.

«Frieden ist dann dauerhaft, wenn die Menschenrechte geachtet, die Grundbedürfnisse befriedigt und Bildung gewährleistet werden. Das Schaffen von Frieden ist eine ständige Aufgabe», betonte die Präsidentin Äthiopiens, Sahle-Work Zewde, in ihrer Eröffnungsrede als Ehrengast des Forums. Dies wurde auch in den thematischen Sessions deutlich, die während des IC Forum 2024 stattfanden. Der Austausch, die Debatten und die Treffen ermöglichten es den Teilnehmenden, sich zu vernetzen und im Hinblick auf konkrete und nachhaltige Fortschritte die Grundlage für neue Kooperationen zu schaffen. Die Diskussionen fanden aus den drei Blickwinkeln der internationalen Zusammenarbeit statt: humanitäre Hilfe, Entwicklungshilfe und Friedensförderung. «Es gibt keine Zauberformel, um Frieden zu schaffen und die Menschenwürde zu garantieren. Aber die Schweiz mit ihrer langen diplomatischen Tradition der Friedensförderung kann eine wichtige Rolle spielen», sagte der Vorsteher des EDA, Ignazio Cassis.

Swiss IC Award: Innovation in der internationalen Zusammenarbeit

Schweizer KMU und Start-ups, die neue Technologien für den Frieden einsetzen, standen bei der Verleihung der Swiss IC Awards im Fokus. Von den zehn von einer Fachjury ausgewählten Projekten zeichnete Bundesrat Ignazio Cassis die Unternehmen AIDONIC, BREATH Medical und AGEOSPATIAL mit einem Swiss IC Award aus.

AIDONIC will die humanitäre Hilfe und die Entwicklungshilfe mithilfe von künstlicher Intelligenz, Blockchain und anderen digitalen Zahlungslösungen effizienter gestalten. BREATH Medical ist bestrebt, mit seiner digitalen Lernplattform die medizinische Aus- und Weiterbildung in ressourcenschwachen Gebieten zu revolutionieren. AGEOSPATIAL schliesslich nutzt künstliche Intelligenz, um die Analyse geografischer Daten breit zugänglich zu machen. Die drei preisgekrönten Projekte erhalten die Möglichkeit, ihre Lösungen mit der Unterstützung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des EDA in einem Entwicklungsland zu erproben.

Beim IC Forum in Basel kamen auch die jüngeren Generationen zu Wort. Das vorgestellte Basler Manifest für den Frieden enthält die Gedanken von Jugendlichen aus den drei Schweizer Sprachregionen über ihren Beitrag zum Frieden in der Welt.

Die Rolle der Schweiz in der Friedensförderung

Neben dem IC Forum verfügt die Schweiz über etliche weitere Möglichkeiten, um ihr Engagement für den Frieden zu konkretisieren. Dazu gehört namentlich die hochrangige Konferenz zum Frieden in der Ukraine, die im Juni 2024 auf dem Bürgenstock stattfinden soll. Sie soll eine Plattform für einen hochrangigen Dialog über Wege zu einem umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine auf der Grundlage des Völkerrechts und der UNO-Charta bieten.

Eine vierte Ausgabe im Jahr 2025

Im Mittelpunkt des IC Forum 2025, das die DEZA in enger Zusammenarbeit mit dem SECO organisiert, wird die nachhaltige Wirtschaft stehen. Die vierte Ausgabe wird am 27. und 28. Februar 2025 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) stattfinden.

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