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 Albanien

Kosovo weltweit auf Platz 13 bei der strategischen Sicherheit, erster auf dem Balkan

Serbien (41) rangiert deutlich niedriger. Der Index stellt erhebliche Probleme bei den demokratischen Prozessen und der Widerstandsfähigkeit gegenüber Desinformation fest

Laut der Studie Normandy Index 2025, die vom Forschungsdienst des Europäischen Parlaments EPRS erstellt wurde, belegt Kosovo weltweit den 13. Platz in Bezug auf das geringste Niveau von Bedrohungen für Frieden und Demokratie.

Praktisch bedeutet dies, dass Kosovo zu den zehn Prozent der weltweit resilientesten Staaten zählt und im westlichen Balkan den ersten Platz bei der strategischen Sicherheit einnimmt.

Der Index misst nicht, wie ruhig ein Staat wirkt, sondern wie stark er realen Risiken ausgesetzt ist, darunter politische Destabilisierung, Desinformation, externer Druck, wirtschaftliche Krisen, Energieunsicherheit und hybride Bedrohungen. Er ist ein Instrument, das von der Europäischen Union genutzt wird, um Risiken zu erkennen und reale Bewältigungskapazitäten zu bewerten, schreibt rtklive.com.

So schneidet der westliche Balkan in dieser Bewertung ab:

Kosovo (13) erweist sich klar als das widerstandsfähigste Land der Region. Es verfügt über eine hohe institutionelle und gesellschaftliche Resilienz. Die grösste Herausforderung bleibt der Umgang mit Desinformation, die überwiegend von aussen kommt.

Albanien (20) zeigt eine solide Leistung und liegt über dem regionalen Durchschnitt, mit als beherrschbar eingestuften Risiken.

Montenegro (21) gilt als eine der positiven Überraschungen des Index. Das Land verzeichnet eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorjahren und gehört weltweit zu den Staaten mit dem grössten Aufstieg.

Nordmazedonien (26) verzeichnet einen leichten Rückgang, vor allem aufgrund innerpolitischer Spannungen und institutioneller Schwächen.

Serbien (41) rangiert deutlich niedriger. Der Index stellt erhebliche Probleme bei den demokratischen Prozessen und der Widerstandsfähigkeit gegenüber Desinformation fest. Der Bericht hebt zudem hervor, dass Serbien Gründungsmitglied der von China geführten 16 plus 1 Initiative ist und enge strategische Beziehungen zu Russland pflegt, was die Anfälligkeit für geopolitischen Druck und hybride Bedrohungen erhöht.

Bosnien und Herzegowina (54) bleibt eines der fragilsten Länder der Region, mit schwachen Institutionen, ausgeprägten demokratischen Problemen und einem anhaltenden Risiko der Destabilisierung.

In einem breiteren Kontext sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union insgesamt weniger gefährdet als der globale Durchschnitt. Der Bericht zeigt zudem, dass Russland und China zu den Ländern mit dem stärksten Rückgang ihres strategischen Sicherheitsprofils zählen, während die Vereinigten Staaten eine der deutlichsten Verbesserungen verzeichnen.

Der globale Durchschnittswert des Index für das Jahr 2025 liegt bei 5,79 von 10 und deutet auf eine unsicherere Welt hin als zuvor, jedoch noch nicht ausser Kontrolle geraten.


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