Kosova

Kurti: Kosovo ist mit der EU abgestimmt und fordert einen verdienten Fortschritt im Erweiterungsprozess

Nach dem Treffen mit der EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos betont der Premierminister die Notwendigkeit europäischer Einheit und einer beschleunigten Integration des Kosovo

Premierminister Albin Kurti hat erklärt, dass der Kosovo gemeinsame Werte mit der Europäischen Union teilt und vollständig mit deren Außen- und Sicherheitspolitik abgestimmt bleibt, berichtet albinfo.ch.

Nach dem Treffen mit der EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos betonte Kurti, dass die Herstellung von Einigkeit innerhalb der EU bei Entscheidungen zum Kosovo eine gemeinsame Verantwortung sei. Er fügte hinzu, dass die Verzögerungen bei der Funktionsfähigkeit des Parlaments den Reformprozess beeinträchtigt hätten und nun seiner Ansicht nach auch die Frist im Juni gefährdet sei.

Kurti sprach zudem die Frage des Kandidatenstatus und der Aufnahme von Verhandlungen an und erinnerte daran, dass seit dem Antrag des Kosovo mehr als 40 Monate vergangen seien. Er sagte, der Kosovo verdiene Fortschritte im Erweiterungsprozess, insbesondere angesichts der hohen Unterstützung der Bürger für einen EU-Beitritt, die seinen Angaben zufolge bei rund 90 Prozent liege.

“Wir fordern weder Abkürzungen noch eine Hintertür, sondern nur einen leistungsbasierten Prozess”, sagte er und betonte, dass die Erweiterung weiterhin eines der erfolgreichsten Instrumente der EU-Außenpolitik sei.

Er warnte, dass das durch den fehlenden europäischen Fortschritt entstandene Vakuum von Drittakteuren genutzt werden könnte, die seiner Ansicht nach die Werte der EU und die gemeinsame Sicherheit untergraben.

Mit Blick auf die regionale Zusammenarbeit erwähnte Kurti auch die Herausforderungen mit den Nachbarstaaten und sagte, dass Bosnien und Herzegowina die Visapflicht für Bürger des Kosovo noch immer nicht aufgehoben habe, während Serbien seiner Aussage nach das Abkommen zur Anerkennung von Diplomen blockiere.

Kurti erwähnte zudem die Angriffe gegen den Kosovo in den vergangenen Jahren, bezeichnete diese als ernstes Sicherheitsrisiko und forderte vollständige Rechenschaft, da ohne diese seiner Meinung nach das Risiko für die Stabilität in der Region hoch bleibe. /Albinfo.ch