Kosova

Ab dem 1. Juni erhalten Fluggesellschaften bis zu 6 Euro für jeden Diaspora-Angehörigen, den sie nach Kosovo bringen.

Die Umsetzung des 2-Millionen-Euro-Subventionsprogramms für Flüge der Diaspora beginnt, während die Opposition die Maßnahme weiterhin als eine Entscheidung mit wahltaktischem Hintergrund kritisiert.

Ab dem 1. Juni beginnt die Umsetzung des Regierungsprogramms zur Subventionierung von Fluggesellschaften, die während der Sommersaison Mitglieder der Diaspora nach Kosovo befördern, berichtet albinfo.ch.

Hervorzuheben ist, dass die Fluggesellschaften für jeden Passagier, den sie zum Internationalen Flughafen Pristina bringen, eine Förderung von 3 bis 6 Euro erhalten.

Das Programm mit dem Titel “Unterstützung der Konnektivität für die Sommersaison 2026” umfasst Flüge aus Ländern wie der Schweiz, Deutschland, Österreich, der Türkei, Belgien, Frankreich, Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark, in denen ein großer Teil der kosovarischen Diaspora lebt.

Gemäß den festgelegten Kriterien erhalten die Fluggesellschaften:

  • 3 Euro pro Passagier, wenn sie mehr als 85 Prozent der geplanten Flüge durchführen;
  • 6 Euro für zusätzliche Passagiere auf Flügen, die über die Grundplanung hinausgehen, sofern die Flugzeuge zu mehr als 80 Prozent ausgelastet sind;
  • sowie 6 Euro pro Passagier bei der Eröffnung neuer Flugverbindungen mit hoher Passagierkapazität.

Die Überprüfung der Leistungen der Fluggesellschaften erfolgt am Ende der sommerlichen Flugsaison am 24. Oktober.

Die amtierende Regierung begründet diese Maßnahme mit der Notwendigkeit, Flugverbindungen aufrechtzuerhalten und mögliche Annullierungen aufgrund steigender Treibstoffkosten auf dem internationalen Markt zu vermeiden.

Der amtierende Premierminister Albin Kurti erklärte, dass die Maßnahme nicht mit den Wahlen zusammenhänge, sondern mit der Sommersaison und der Sicherung der Luftverkehrsanbindung Kosovos an Europa.

“Es handelt sich um die Bewältigung einer außergewöhnlichen Situation, wie sie auch andere Staaten vornehmen. Die Maßnahme betrifft nicht nur den Monat Juni, sondern die gesamte Sommersaison”, erklärte Kurti.

Dennoch hat die Entscheidung zahlreiche politische Reaktionen und Kritik aus der Opposition ausgelöst, da sie nur wenige Tage vor den vorgezogenen Wahlen am 7. Juni verabschiedet wurde.

Gegner der Regierung äußerten den Verdacht, dass die Subventionierung von Flugtickets für die Diaspora als Versuch einer Wahlbeeinflussung und einer Begünstigung der Stimmen der Diaspora interpretiert werden könnte, die traditionell zu einem großen Teil die Partei Vetëvendosje unterstützt hat. /Albinfo.ch