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Sabahet Meta: “Kino Kosova” ist ein Raum des Dialogs durch den Film
"Das Ziel war es, einen nachhaltigen Raum für die Förderung des kosovarischen und albanischen Films zu schaffen, aber auch den kulturellen Dialog durch die Filmkunst zu stärken"
In einem Exklusivinterview mit albinfo.ch spricht der Direktor des Kino-Kosova-Festivals, Sabahet Meta, über den Werdegang und die Vision der fünften Ausgabe des Festivals in Zürich. Für ihn ist Kino Kosova nicht nur ein Filmfestival, sondern ein Raum, in dem Kunst, Erinnerung, Identität und kultureller Dialog auf natürliche Weise auf das Schweizer und internationale Publikum treffen.
Nach einer einjährigen Pause kehrte das Festival mit einem gefestigten Programm und einer starken künstlerischen Präsenz nach Zürich zurück und zeigte damit die Entwicklung des kosovarischen und albanischen Kinos auf der europäischen Bühne. In den voll besetzten Sälen und in den Gesprächen mit dem Publikum wurde deutlich, dass Kino Kosova inzwischen ein eigenes kulturelles Profil in der Schweiz entwickelt hat und einen wichtigen Platz im künstlerischen Leben der albanischen Diaspora einnimmt.
In dieser kulturellen Atmosphäre bot das Festival nicht nur Filme, sondern auch Diskussionen über soziale, identitätsbezogene und menschliche Themen, die von albanischen Filmschaffenden behandelt werden. Durch die Zusammenarbeit mit Institutionen und kulturellen Partnern in der Schweiz hat Kino Kosova im Laufe der Jahre eine Plattform aufgebaut, die die albanische künstlerische Produktion mit dem europäischen Publikum verbindet.
Der Direktor des Kino-Kosova-Festivals, Sabahet Meta, betont, dass das Ziel von Anfang an darin bestand, einen nachhaltigen Raum für die Förderung des kosovarischen und albanischen Films zu schaffen, aber auch den kulturellen Dialog durch die Filmkunst zu stärken. Seiner Ansicht nach hat sich das Festival schrittweise weiterentwickelt, indem es internationale Kooperationen ausgebaut und jedes Jahr Partner sowie Gastländer eingebunden hat, wodurch jede Ausgabe offener und repräsentativer geworden ist.
Das diesjährige Programm umfasste rund 20 Spielfilme, Dokumentarfilme und Kurzfilme, die Themen wie Erinnerung, gesellschaftlichen Wandel, Identität, Migration und die zeitgenössischen Herausforderungen des Individuums behandelten. Für Meta ist besonders wichtig, dass diese Geschichten zunehmend mit dem internationalen Publikum in Dialog treten.
Ein wichtiges Element bleibt auch der inklusive Ansatz des Festivals. Durch die Verwendung deutscher und englischer Untertitel wird Kino Kosova nicht nur von der albanischen Gemeinschaft, sondern auch vom Schweizer Publikum und anderen internationalen Gemeinschaften in der Schweiz verfolgt. “Kino Kosova ist kein geschlossenes Festival nur für Albaner”, sagt Meta und betont, dass Film Kommunikationsbrücken zwischen verschiedenen Kulturen und Erfahrungen schafft.
In Bezug auf die Themen, die in kosovarischen Filmen behandelt werden, ist er der Ansicht, dass der Krieg und seine Folgen weiterhin ein wichtiger Teil des kollektiven Gedächtnisses und des künstlerischen Erzählens bleiben, gleichzeitig aber auch eine Öffnung hin zu neuen gesellschaftlichen und identitätsbezogenen Themen erkennbar ist. Die neue Generation von Regisseuren bringe seiner Meinung nach eine neue filmische Sprache mit und behandle mutig die Veränderungen, die unsere Gesellschaft durchlebt.
Über den künstlerischen Aspekt hinaus sieht Meta das Festival auch als Raum für Reflexion und gesellschaftliche Kommunikation. In einer Zeit, in der Themen wie Krieg, Migration und menschliche Krisen weiterhin Teil der globalen Realität sind, bleibt Kunst ein Mittel, Erinnerung zu bewahren und Verständnis zwischen Menschen aufzubauen.
Die diesjährige Ausgabe bestätigte das große Interesse des Publikums an Kino Kosova. Die hohe Beteiligung und das starke Interesse am Programm zeigten, dass das Festival inzwischen zu einem wichtigen Bestandteil des albanischen Kulturkalenders in der Schweiz geworden ist.
Zum Abschluss des Interviews drückte Sabahet Meta seine Dankbarkeit gegenüber allen Partnern, Mitwirkenden und Institutionen aus, die das Festival über die Jahre hinweg unterstützen. Besonders hob er die Zusammenarbeit mit der Medienplattform albinfo.ch hervor, die er als wichtig für die Förderung der albanischen Kultur und Kinematografie in der Schweiz betrachtet.
Photo: Genti Mersinaj
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