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Petrit Kllokoqi erzählt von seinem Erlebnis am Everest: “Ich habe dem Tod in die Augen gesehen”

Der kosovarische Alpinist und Unternehmer Petrit Kllokoqi hat während seines Aufstiegs auf den höchsten Berg der Welt, den Everest, eine der größten Herausforderungen seines Lebens erlebt.

In einer Live-Schaltung aus dem Everest Base Camp beschrieb er die 45-tägige Expedition als ein unvergessliches, zugleich aber äußerst gefährliches Erlebnis, bei dem das Leben ständig in Gefahr ist.

Seinen Angaben zufolge verlieren jedes Jahr Dutzende Alpinisten am Everest ihr Leben, und auch seine Expedition blieb nicht von Tragödien verschont.

“Der Everest ist ein enormes Risiko. Leider haben während dieser Expedition drei Personen aus unserer Gruppe ihr Leben verloren. Einer von ihnen war erst 24 Jahre alt. Die Bedingungen sind extrem hart, und oft geht man an leblosen Körpern vorbei, die nicht geborgen werden können”, sagte er gegenüber Tv Klan, berichtet albinfo.ch.

Kllokoqi erklärte, dass diese Erfahrung nicht nur ein körperlicher, sondern auch ein mentaler Kampf gewesen sei, bei dem ihn Gedanken an seine Familie manchmal an einem Weitergehen zweifeln ließen.

“Es gibt Momente, in denen man sich fragt, warum man das macht, aber dann erinnert man sich an sein Ziel und macht weiter”, sagte er.

Er betonte, dass man in Höhen über 7.000 Metern in die “Todeszone” eintritt, wo der Sauerstoff auf ein sehr niedriges Niveau sinkt und der Einsatz von Sauerstoffmasken unverzichtbar wird.

Ihm zufolge dauerte die Vorbereitung auf diesen Aufstieg ein Jahr und umfasste Besteigungen mehrerer Berge weltweit, darunter Mont Blanc und Kilimandscharo.

“Ich habe mich lange körperlich und mental vorbereitet. Der Aufstieg auf den Everest beginnt nicht in Nepal, sondern viel früher, in der Familie und im Leben”, sagte Kllokoqi.

Er bezeichnete das Erreichen des Everest-Gipfels als einen Moment des Stolzes und sagte, er habe das Gefühl gehabt, die albanische Flagge auf den höchsten Punkt der Erde zu tragen.