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Zum Tod von Vaçe Zela
Seit Mitte der 90er Jahre lebte die grosse Sängerin in Basel
Die grosse Dame der albanischen Musikszene, Vaçe Zela, ist tot. Sie starb am 5. Februar in Basel, wo sie seit Jahren mit ihrer Familie lebte. Die Nachricht von ihrem Tod wurde von ihren Angehörigen in der Schweiz bestätigt.
Vaçe Zela kam 1939 in Lushnje in Albanien zur Welt und wäre am 7. April dieses Jahres fünfundsiebzig geworden. Sie ist die erste albanische Frau, die zu Lebzeiten mit dem Titel “Ehre der Nation” geehrt wurde. Ihrem Wunsch entsprechend wird die grosse Musikerin ihre letzte Ruhestätte in ihrer Heimat bekommen.
“Goldene Stimme Albaniens”, “heilige Ikone des albanischen Liedes”, “Königin des albanischen Liedes”, “einsam glitzernder Stern am Himmel der albanischen Unterhaltungsmusik”, “Gigantin der albanischen Bühne”. Dies sind nur einige der Attribute für dieses Symbol, das nun zur Legende geworden ist. Vaçe Zela wurde in jungem Alter zufällig in Lushnje entdeckt. Sie hatte eine aussergewöhnliche Stimme. Mit dieser erstaunlichen, unverwechselbaren Stimme sang sie sich in die Herzen aller Albanerinnen und Albaner im In- und Ausland und schuf sich über mehr als 40 Jahre einen Mythos der Unsterblichkeit. Ihre Lieder blieben über Jahre hinweg populär und das Publikum liebt sie bis heute. 1992 zog sich Vaçe Zela definitiv von der Bühne zurück. Doch sie wird immer die unverkennbare Stimme bleiben, die die albanischen Konzertsäle mit ihrer Energie zu füllen vermochte, als Idol vieler Generationen.
Vaçe Zela schenkte dem albanischen Publikum und auch der albanischen Musikgeschichte ihre einzigartige Stimme. Ein unauslöschlicher Höhepunkt im künstlerischen Gedächtnis. Vaçe Zela hatte seit deren Anfängen an unzähligen Musikfestivals am Radio und später am Fernsehen teilgenommen, und gewann im Ganzen zwölf erste Preise, ein bis heute unerreichter Rekord. Sie gewann den ersten Platz auf dem ersten Festival. Mit dem Lied “Fëmija e parë” (das erste Kind) zeigte sie, dass an jenem Abend des 26. Dezembers 1962 ein Musikidol geboren war.
Ihr Repertoire ist sehr umfangreich, Dutzende von Volksliedern, Unterhaltungsliedern, Kantaten, Balladen etc. gehören dazu. Sie leistete auch einen wichtigen Beitrag zur Filmmusik, wo sie viele Lieder als Teil der Filmmusik interpretierte.
Sie ist die einzige albanische Frau, die zu Lebzeiten mit dem Orden “Ehre der Nation” geehrte wurde, von Staatspräsident Alfred Moisiu, mit der Begründung: “Für ihre wertvollen, einzigartigen Fähigkeiten als hervorragende Künstlerin mit aussergewöhnlicher Popularität, für die meisterhafte Interpretation von Liedern der Volks- und Unterhaltungsmusik, für den kostbaren Reichtum, den sie der Schule der musikalischen Interpretation Albaniens schenkte”. Zu Ehren der Sängerin wurde das Jahr 2009 vom Ministerium für Tourismus, Kultur, Jugend und Sport zum “Jahr Vaçe Zelas” ausgerufen, und eine Strasse in Tirana trägt ihren Namen.
Seit Mitte der 1990er Jahre lebte Vaçe Zela in Basel. Ausserhalb der Musikszene, doch der Zuneigung der zahlreichen Bewunderer ihrer Lieder sicher. Alle diese Jahre war Vaçe trotz gesundheitlicher Probleme häufig unter der albanischsprachigen Bevölkerung der Schweiz zu sehen, und wo immer sie hinkam, wurde sie mit Respekt und grosser Verehrung empfangen.
2009, als sie ihren siebzigsten Geburtstag feierte, organisierte die hiesige albanischsprachige Gemeinschaft zusammen mit albanischen Institutionen ihr zu Ehren einen künstlerischen Jubiläumsanlass von hohem Niveau, so wie es der grossen Künstlerin gebührte.
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