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Schweizer Diplomatinnen und Diplomaten aus aller Welt treffen sich zum Austausch über die Aussenpolitik
Die Konferenz der Botschafterinnen und Botschafter der Schweiz findet vom 21. bis 24. August 2023 in Bern statt. Die Diskussionen, die im Rahmen dieses einzigartigen Austauschs mit dem gesamten Aussennetz geführt werden, tragen zur Ausarbeitung der verschiedenen aussenpolitischen Papiere und Projekte bei. In diesem Jahr steht die Aussenpolitische Strategie 2024–2027 im Vordergrund.
Die Botschafterkonferenz hat Tradition. Jedes Jahr treffen sich die Schweizer Botschafterinnen und Botschafter, die im Ausland tätig sind, in der Schweiz. Dieses Jahr werden 240 Teilnehmende, welche die Schweiz rund um den Globus vertreten, erwartet. Gleichzeitig zu dieser viertägigen Konferenz findet auch das alle vier Jahre stattfindende Treffen der Honorarkonsulinnen und Honorarkonsuln sowie das jährliche Treffen der Verteidigungsattachés statt. Die Konferenz bietet Gelegenheit für einen einmaligen Austausch mit dem gesamten Aussennetz über die aussenpolitischen Herausforderungen. Dabei kommen das Wissen und die Erfahrungen der Diplomatinnen und Diplomaten zum Tragen. «Bern und das Aussennetz stehen das ganze Jahr über in engem Kontakt, aber dies kann den Mehrwert einer Konferenz nicht ersetzen», betont der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Ignazio Cassis.
Eines der Schwerpunktthemen wird die Aussenpolitische Strategie 2024–2027 sein, die zurzeit in Erarbeitung ist. An der Konferenz werden die Ziele, die neuen thematischen Schwerpunkte und die Instrumente zur Umsetzung vorgestellt und diskutiert. Häufig gehen von diesen Diskussionen Anregungen für die zukünftigen Prioritäten und Strategien aus.
Mit der Covid-19-Pandemie und dem Krieg gegen die Ukraine sind in kurzer Zeit zwei Ereignisse mit weitreichenden globalen Auswirkungen eingetreten. «Die Konferenz steht unter dem Motto ‹Interessenwahrung unter veränderten Vorzeichen›. Zur Diskussion steht die Frage, welche Anpassungen die Schweiz in ihrer aussenpolitischen Strategie und ihren Prioritäten vornehmen muss, um diesem veränderten Umfeld gerecht zu werden», erklärt Alexandra Baumann, Chefin der Abteilung Wohlstand und Nachhaltigkeit des EDA und Verantwortliche für die Organisation der Konferenz in einem Artikel auf der Webseite des EDA. Die Förderung der Schweizer Interessen ist angesichts der globalen Herausforderungen anspruchsvoller geworden.
Regionale und thematische Workshops
In den regionalen und thematischen Workshops wird auf aktuelle Kontexte und Dossiers eingegangen. Dazu gehören der Krieg gegen die Ukraine und seine Folgen für die Schweiz, die Beziehungen zur Europäischen Union und der Einsitz der Schweiz im UNO-Sicherheitsrat.
Die Konferenz bietet den Diplomatinnen und Diplomaten auch Gelegenheit, sich dank Beiträgen aller Bundesratsmitglieder mit innenpolitischen Themen zu befassen. Zudem sind Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft geplant, um vor dem Hintergrund der sich verändernden Welt die Problemstellungen für die Privatwirtschaft zu erörtern.
Die Konferenz der Botschafterinnen und Botschafter geht auf das Jahr 1887 zurück. Während des Zweiten Weltkriegs gab es einen Unterbruch, und ab 1945 wurden die Konferenzen wieder fortgesetzt. Seit 2011 findet zur gleichen Zeit alle vier Jahre eine Konferenz der Honorarkonsulinnen und Honorarkonsuln statt. Dieses Jahr wird mit über 150 Teilnehmenden gerechnet, die sich über aktuelle politische und konsularische Themen sowie über Landeskommunikation austauschen werden.
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