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„Die Tränen des Emigranten“ und die Mühen der Integration
Die Serie handelt von den Mühen und Sorgen zweier albanischer Familien, eine in Kosova und die andere in der Schweiz, und ihren Schwierigkeiten im Umgang mit der Realität …
Integration, Assimilation, Generationenkonflikt, und die Auflösung oder aber der Erhalt der Bindungen mit dem Herkunftsland sind Probleme, die wir in der ausgewanderten albanischsprachigen Bevölkerung in aller Welt täglich antreffen.
Es sind gerade diese Hauptthemen, um die es in der Miniserie „Die Tränen des Emigranten“, deren erste Episode am Sonntag in Zofingen (AG) Premiere hatte, geht.
Auch wenn der Raum nicht die Voraussetzungen für eine Filmvorführung erfüllte, störte dies die vielen geladenen Gäste und Kunstfreunde, unter ihnen auch Vertreter der Botschaften Kosovos und Makedoniens, nicht im Geringsten.
Die Serie, die in zwei Ländern gedreht wurde, will dem Zuschauer die Mühen und Sorgen zweier albanischer Familien, eine in Kosova, die andere in der Schweiz, und ihre Schwierigkeiten im Umgang mit der aus ihrer Sicht doch eher bitteren Wirklichkeit vorführen.
Dalipi (Zijadin Murtezi), ein IV-Rentner in der Schweiz, bemüht sich auch nach vierzig Jahren Aufenthalt in der Schweiz immer noch, starke Bindungen zum Land seiner Geburt aufrecht zu erhalten. Ebenso versucht er, das Gleiche auch seinen in der Schweiz geborenen Kindern aufzuerlegen. Doch diese sind mehr an ihrem Leben in der Schweiz interessiert, und so entsteht ein Konflikt zwischen den Generationen.
Auf der andern Seite haben wir die Familie in Kosovo, deren Mitglieder der Wunsch nach einem besseren Leben in der Schweiz ins Ungewisse drängt, was Folgen haben kann.
Die erste Episode der Serie wollte das Publikum mit den Protagonisten und den Problemen, denen sie in ihrem Alltagsleben gegenüberstehen, sei es in Kosova oder in der Schweiz, vertraut machen.
Obwohl seit Jahren in diesem Bereich tätig, ist die Serie „Lotët e Mërgimtarit“ (die Tränen des Emigranten) das erste ernsthafte Projekt von Kameramann und Regisseur Enis Limani. Nach Abschluss seiner sehr aufwendigen Arbeit sagte er zu albinfo.ch, er sei überaus zufrieden mit dem, was auf der Leinwand zu sehen sei, und auch mit der Leistung der Schauspieler, dem technischen Team und den Organisatoren.
Ajet Avdyli, Leiter des Albanischen Kulturvereins „Faruk Begolli“ in Grenchen, betonte, dass nebst der künstlerischen Darstellung der Sorgen und Probleme, mit denen albanische Familien in der Schweiz und in Kosovo sich herumschlagen müssen, es auch das Ziel dieses Projekts gewesen sei, jungen Künstlerinnen und Künstlern in der Diaspora die Teilnahme an einem Filmprojekt zu ermöglichen oder sie überhaupt zu entdecken.
Obwohl er über eine vierzigjährige Erfahrung in Theater- und Bühnenarbeit verfügt, war dies für den Schriftsteller Agron Boriqi das erste Szenario für einen Film. Drehbuchautor Boriqi unterstreicht, das Ziel der Serie sei es, die Integration der in den Westen ausgewanderten Bevölkerung zu fördern, doch keinesfalls deren Assimilation. Das Projekt, welches er „soziales Drama der menschlichen Realität“ nennt, will aber auch zum Erhalt der nationalen Identität der ausgewanderten Bevölkerung beitragen.
Für den Hauptdarsteller Zijadin Murtezi, der fünfunddreissig Jahre Erfahrung in Film und Theater mitbringt, zeigt die Serie wieder einmal, trotz vieler technischer Mängel, dass dort, wo ein Wille vorhanden ist, alles möglich ist.
In den weiteren Rollen der Serie sind die Schauspielerinnen Fatime Llugiqi, Emine Toska und die Schauspieler Florim Brajshori, Kenan Gurgurovci und andere zu sehen.
Die Serie „Die Träne des Emigranten“ ist eine Koproduktion zwischen dem Filmstudio VSE und dem Albanischen Kulturverein „Faruk Begolli“ in Grenchen. Um genügend Schauspieler zu finden, gab es laut den Organisatoren zwei Wettbewerbe, zu welchen sich viele Interessierte meldeten, die in der Serie mitspielen wollten. Geplant ist eine Serie mit sechs Episoden, und laut dem Drehbuchautor ist das Drehbuch sozusagen fertig; die Vorbereitungen für die zweite Episode sollen im April dieses Jahres beginnen.
Alban Hamza
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