FairWinti – Ein Verein für ein besseres interkulturelles Zusammenleben
Die wachsende Islamophobie in der Gesellschaft aber auch die Radikalisierung junger Muslime ist nach Bunjaku ein schwerwiegendes Problem, dessen man sich annehmen muss.
Der neu gegründete Verein FairWinti hat es sich zur Aufgabe gemacht die interkulturelle Kommunikation im Raum Winterthur zu fördern und somit die Integration von Menschen verschiedener Herkunft, Religionszugehörigkeit und Alters zu unterstützen.
Als Beweggrund für die Gründung dieses gemeinnützigen Vereins nennt Blerim Bunjaku, SP-Politiker und Vorstandsmitglied, seine persönliche Erfahrung mit Hürden, die Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben überwinden müssen.
„Ich bekomme täglich Bewerbungen, die in dieser Art und Weise nicht abgeschickt werden sollten“, erklärt Bunjaku. Deshalb bieten die jetzt schon zahlreichen freiwilligen HelferInnen von FairWinti Unterstützung beim Verfassen von Bewerbungen an. Diese Hilfestellung beschränkt sich jedoch nicht nur auf Jugendliche auf Lehrstellensuche, sondern ist für Personen jeder Altersklasse zugänglich. Zudem sei das Netzwerk der aus unterschiedlichen Berufsbranchen kommenden MitgliederInnen des Vereins bei der Stellensuche sehr hilfreich, meint Bunjaku.
Die wachsende Islamophobie in der Gesellschaft aber auch die Radikalisierung junger Muslime ist nach Bunjaku ein schwerwiegendes Problem, dessen man sich annehmen muss. Dem soll durch Diskussionen und Zusammenarbeit mit verschiedenen staatlichen Stellen sowie unterschiedlichen religiösen Organisationen entgegengewirkt werden.
Zu diesem Schwerpunkt wurde am 3. Dezember 2015 ein Treffen mit den Vertretern aller islamischen Verbände der Stadt Winterthur abgehalten.
In dieser Runde wurde nach konkreten Vorschlägen zur Lösung solcher Probleme gesucht. Unter anderem diskutierten die Anwesenden darüber, ob eine interne Meldestelle für Personen mit Verdacht auf Radikalisierung eingerichtet werden soll. Hier stellt sich jedoch die Frage, wann eine Person als radikal gilt. Die Meldestelle der Kantonspolizei werde laut Bunjaku überhaupt nicht genutzt, denn den islamischen Verbänden fehle das Vertrauen in die Justiz. Eine Arbeitsgruppe von sechs Personen aus den verschiedenen Verbänden befasst sich zukünftig mit der Ausarbeitung weiterer Ideen. Im Januar findet ein Event in Kooperation mit den kirchlichen Organisationen der Stadt statt.
Weitere Projekte, in denen Schulen und Unternehmen involviert werden, sind in Planung.
Wer Mitglied bei FairWinti werden oder sich als freiwilliger Helfer, freiwillige Helferin engagieren möchte, kann sich unter www.fairwinti.ch informieren und anmelden.
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