Literatur
Jehona Kicaj präsentiert ihren Roman “ë” in Zürich, Basel und Thun
Në kuadrin e një turi leximesh letrare, shkrimtarja e njohur do të bëjë tri ndalesa në Zvicër: Më 2 mars në Cyrih, më 4 mars në Bazel dhe më 7 mars, në Thun
Die junge albanische Autorin, die auf Deutsch schreibt, Jehona Kicaj, hat ein Jahr mit bemerkenswerten Erfolgen auf der deutschen Literaturszene hinter sich. Neben dem Preis “Hanna” und dem “Buddenbrook House Debut 2025” für ihren Roman mit dem Titel “ë” stand sie in der engeren Auswahl für den renommiertesten Literaturpreis Deutschlands, schreibt albinfo.ch.
Derzeit befindet sich Kicaj auf Lesetour in Deutschland und in der Schweiz. Auf ihrer Schweizer Tour macht sie Anfang März an drei Stationen Halt.
Am 2. März liest sie um 20.00 Uhr im bekannten Kulturhaus Kaufleuten in Zürich (Festsaal, Pelikanplatz 18) aus ihrem Roman.
Zwei Tage später, am 4. März, ist Jehona Kicaj um 19.00 Uhr zu Gast im Literaturhaus Basel (Barfüssergasse 3), und am 7. März um 16.00 Uhr in Thun (Café Bar Mokka, Allmendstrasse 14). Die letzte Lesung ist Teil des dortigen Literaturfestivals.
Der Roman “ë” von Jehona Kicaj ist ein stilles, aber kraftvolles Buch über den Verlust der Heimat durch den Krieg, über Schmerz und den Verlust der Sprache. Als Kind kosovarischer Flüchtlinge sucht die Erzählerin nach Sprache und einer eigenen Stimme, berichtet albinfo.ch. Sie wächst in Deutschland auf, besucht Kindergarten, Schule und Universität, sucht nach Verständnis, stößt jedoch immer wieder auf Vorurteile, Unwissen und Ignoranz. Als Ende der 1990er Jahre der Kosovokrieg ausbricht, erlebt sie ihn aus sicherer Distanz. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent, sie werden nur anders erfahren als vor Ort.
Der Roman ruft das Leid jener Familien in Erinnerung, die ihre Häuser verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym begraben wurden und bis heute als vermisst oder nicht identifiziert gelten. Eine Vergangenheit, die nicht verblassen kann, weil sie buchstäblich in jeder Faser ihres Seins verankert ist.
Jehona Kicaj, 1991 im Kosovo geboren und in Göttingen aufgewachsen, studierte Philosophie, Germanistik und Neuere deutsche Literatur in Hannover. Nach ihren wissenschaftlichen Veröffentlichungen publiziert sie seit 2020 auch literarische Werke. Sie ist Mitherausgeberin der Anthologie “Und so blieben sie für immer. Gastarbeiter und ihre Kinder” (2023). Der Roman “ë” ist ihr Debüt.
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