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Kosova führt Visa für Bürger Bosniens ein

Die Regierung in Prishtina hat die Einführung eines Visaregimes für Bosnien und Herzegovina.

In der Sitzung am Mittwoch beschloss die Regierung in Prishtina, für Bosnien und Herzegovina ein Visumspflicht einzuführen. Die kosovarische Regierung hatte von Bosnien gefordert, das Visapflicht auszuräumen, dass Bosnien für Kosovaren eingeführt hatte. Die Entscheidung der Regierung in Prishtina ist also eine Reziprozitätmassnahme.

Aussenminister Enver Hoxhaj sagte, Kosova habe keine andere Wahl gehabt. „Seit der Unabhängigkeitserklärung bis zum Jahr 2012 hat Bosnien in Relation zu Kosova eine Isolationspolitik betrieben. Wir haben von den bosnischen Behörden gefordert, die Visapflicht für unser Land aufzuheben. Da dies bisher nicht geschah, sahen wir uns gezwungen, unsererseits ein Visaregimes für Bosnien und Herzegovina einzuführen“.

Das Visaregime wird ein Problem für Bosnier seit, aber auch für die Serben der Republika Srpska, die in irgendeiner Weise mit Kosova verbunden sind.

Diese Entscheidung gilt nicht für bosnische Staatsbürger, die ein Schengen-Visum haben. Allerdings ist deren Aufenthalt in Kosova auf 15 Tage begrenzt.

Bosnien und Herzegovina hat die Unabhängigkeit des jüngsten Balkanstaates nicht anerkannt, weil die serbische Entität kategorisch dagegen ist. Seit einem Jahr gilt ein Visapflicht für Kosovaren, die sich im bosnischen Territorium aufhalten wollen.