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Lirigzona, eine erfolgreiche Zöllnerin beim BAZG

Lirigzona Zeqiri-Rullani übt seit Jahren den Beruf der Zollfachfrau in der Schweiz aus und hat beim Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) diverse Karriereschritte gemacht

Die Arbeit beim Zoll ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Es braucht Arbeitsmoral und individuelles Engagement, um erfolgreich zu sein. Dies sind einige der Hauptqualitäten von Lirigzona, die heute eine erfolgreiche Zöllnerin beim BAZG in der Schweiz ist. Lirigzona arbeitet seit 13 Jahren für dieses Bundesamt. Aktuell ist sie im Bereich «Operationen», im sogenannten Team 360° eingeteilt, wo Zollkontrollen der Waren / Personen sowie Transportmittel gemacht werden.

Im Alter von 3 Jahren wanderte Lirigzona mit ihrer Familie von Gjilan in die Schweiz aus, um ein besseres Leben zu führen. In der Schweiz absolviert sie die dreijährige Zollschule. Sie ist Gruppenchefin, sowie Zollexpertin HF (Höhere Fachschule Zoll), und arbeitet gleichzeitig als „Stv. Chef Einheit beim BAZG“.

Albinfo.ch – Lirigzona, teilen sie uns erstmal mit, wo Sie geboren sind und erzählen Sie uns von den ersten Schritten Ihrer Schule?

Ich bin am 21.11.1988 in Gjilan (Kosovo) geboren. Im Alter von drei Jahren bin ich mit meinen Eltern in die Schweiz ausgewandert. Die obligatorische Schule habe ich vollumfänglich in der Schweiz absolviert.

Albinfo.ch – Erzählen Sie uns etwas über ihr Leben in der Schweiz – wie ist die Integrierung in der Schweiz verlaufen?

Ich bin mit meinen Eltern und vier Geschwister in einem kleinen Dorf im Kanton Aargau (Sarmenstorf) aufgewachsen, wo man die Nachbarn gut kennt und sich gegenseitig unterstützt. Meine Eltern waren vor allem wegen der sprachlichen Barriere froh um jede Unterstützung, bzw. Übersetzungshilfe die sie bekamen. Aber auch die Regelungen und Vorschriften sei es auch im Bereich der Gemeinde oder Schule sind nun mal nicht die gleichen wie in Kosovo. Das war anfänglich eine grosse Herausforderung für meine Eltern, aber auch für uns als Kinder. Man möchte sich möglichst schnell integrieren, um dazu zu gehören und nicht negativ aufzufallen. Dies ist jedoch sehr schwierig, wenn man die Vorschriften am betreffenden Ort nicht kennt. Wir hatten wirklich sehr viel Glück mit unseren Nachbarn – eine Schweizerfamilie, die uns in allen Belangen sehr unterstützt hat. Ohne deren Unterstützung wäre der Integrierungsprozess sicherlich schwierig gewesen. Meine Eltern haben uns in jeglicher Hinsicht unterstützt, das war sehr wichtig – vor allem für unseren schulischen Weg. Meine Geschwister und ich haben heute alle eine gute Ausbildung absolvieren können, das haben wir vor allem meinen Eltern zu verdanken. Ich bin stolz solche Eltern zu haben und bin ihnen unendlich dankbar für ihre Unterstützung.

Albinfo.ch – Wie schwierig war es, sich in der Schweiz zu integrieren / einzufinden in Bezug auf Freundschaften / Kultur etc.?

Da ich bereits mit drei Jahren in die Schweiz gezogen und hier aufgewachsen bin, war der Integrierungsprozess für mich nicht sonderlich schwierig. Als Kind lernt man die Sprache sehr schnell, da man von anderen Kindern schnell einbezogen, bzw. aufgenommen wird.

Albinfo.ch – Aufzählung der abgeschlossenen schulischen Ausbildungen.

Obligatorische Schule: Kindergarten / Primarschule / Sekundarschule

Lehre: 3-jährige Ausbildung zur diplomierten Kauffrau

Weiterbildungen: 3-jährige Ausbildung zur diplomierten Zollfachfrau / Berufsbildnerin / Dienstchefin / dipl. Zollexpertin HF Zoll (Höhere Fachschule Zoll) / Chefin Gruppe + Stv. Chef Einheit.

Albinfo.ch – Wie kam der Wunsch auf Zöllnerin zu werden?

Gegen Ende meiner KV Ausbildung im Jahr 2009 hat mein Vater eine Stellenausschreibung in der Zeitung «20 Minuten» gesehen und mich darauf angesprochen. Der Stellenbeschrieb hat mich sofort angesprochen, deshalb habe ich mich beworben.

Albinfo.ch – Erzählen Sie uns über Ihren beruflichen Weg in der Schweiz, Integration sowie allfällige Spezialisierungen im Beruf.

Ich bin sehr wissbegierig, deshalb möchte ich mich stetig weiterentwickeln. Beim BAZG gibt es sehr viele Weiterbildungsmöglichkeiten in verschiedene Richtungen – sei es in diversen Fach- oder Führungsebenen.

Albinfo.ch – Seit wie vielen Jahren arbeiten Sie beim Zoll?

Seit 2009, d.h. seit 13 Jahren.

Albinfo.ch – In welchen Bereichen arbeiten Sie beim Zoll?

Im Bereich Operationen, d.h. vor allem im Aussendienst, bzw. im mobilen Dienst.

Albinfo.ch – Welchen Fortschritt konnten Sie in Ihrem Beruf (beim Zoll) bisher verzeichnen?

Es gibt diverse Fortschritte in vielen verschiedenen Bereichen. Aufgrund der stetigen Neuerungen, die der Beruf mit sich bringt, bleibt es interessant.

Albinfo.ch – Zum Schluss kehren wir wieder zu Ihrem Geburtsort zurück: Wie sehr vermissen Sie ihren Geburtsort / Familie und wie oft bereisen Sie ihren Geburtsort?

Meine Familie lebt grösstenteils in der Schweiz, meine Grosseltern, zwei Onkel und eine Tante lebt allerdings noch im Kosovo. Ich gehe mindestens einmal jährlich in den Kosovo, dies aus verschiedenen Gründen. Einerseits um die Familie zu besuchen, aber vor allem auch, weil ich noch sehr verbunden bin mit meinem Heimatort. Die albanische Kultur, die Menschen – vor allem die Offenheit und Herzlichkeit finde ich schön und sind mir sehr wichtig. Ich hoffe dies geht mit dem Wandel der Zeit nicht verloren.

 

 


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