Integration

Nach dem Fussball die Politik

Nach Shaqiri und seinen Kollegen, die für die Wahrnehmung der albanischsprachigen Bevölkerung in der Schweiz als ein Potential, das zum Wohl des Gastlands beiträgt, entscheidend beigetragen haben, sind nun offenbar auch die künftigen politischen “Stars” albanischer Herkunft, die sich im einheimischen politischen Leben engagieren, geboren. Es genügt, einen Blick auf die eindrückliche Anzahl ernstzunehmender Aktivisten und Kandidatinnen auf der politischen Bühne zu werfen.

Die politisch bunte Mischung, die die albanischen Kandidaten bei  den  Wahlen insbesondere auf Gemeinde- und Kantonsebene in der Schweiz vertreten, ist ein Indikator dafür, dass die albanische Diaspora in der Schweiz sich in die richtige Richtung verändert. Oder konkreter gesagt: Bis jetzt war die politische Teilnahme der albanischen Bevölkerungsgruppe mehr auf die linken Parteien gerichtet, beziehungsweise auf die Sozialdemokratische Partei (dank der historischen Offenheit gegenüber Albanern und Migrantinnen und über die Gewerkschaften), die Grüne Partei und die Christlichdemokratische Partei (kosovarische Sektion in Luzern).

Jetzt gibt es ernstzunehmende Kandidatinnen im gesamten politischen Spektrum des Landes, so bei den Freisinnigen, in der Evangelischen Volkspartei, sogar auch am rechten Rand. Die Anwesenheit und das Engagement der albanischsprachigen Bevölkerungsgruppe auf allen politischen Schachfeldern in der Schweiz zeugt davon, dass ihre Integration harmonisch erfolgt.

Auch wenn bei inneralbanischen Diskussionen oft selbstkritische Stimmen bezüglich beschränkter organisatorischer Fähigkeiten und Einflussnahme zu hören sind, lohnt es sich festzustellen, dass die Albaner auf der individuellen Ebene sehr dynamisch und vital sind. Das sollte betont werden. Dank dieser Dynamik gewinnt die ganze Bevölkerungsgruppe, denn so gelingt es dieser, die politischen Prozesse im Aufnahme- wie im Herkunftsland wirksam zu beeinflussen.

Ein besonderer Schwerpunkt dieser Nummer von Albinfo.ch liegt auf der Teilnahme von Kandidatinnen und Kandidaten albanischer Herkunft am politischen Leben in der Schweiz. Wir hoffen, im Verlauf der kommenden Wochen und Monate noch mehr in der Schweiz aktive, aus der albanischen Diaspora hervorgegangene und nicht in dieser Nummer erwähnte politische Persönlichkeiten kennenzulernen!

 

 

 

 


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