Leben in der Schweiz
EKM/EKR – Die Selbstbestimmungsinitiative schwächt die Grundrechte
Die Selbstbestimmungsinitiative schwächt die international gültigen Menschenrechte in der Schweiz und raubt uns die Möglichkeit, eine Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) einzureichen. Sie gefährdet zudem die Rechtssicherheit in den internationalen Beziehungen und unterwandert die Glaubwürdigkeit der Schweiz als zuverlässige Vertragspartnerin. Dies hat tiefgreifende Konsequenzen insbesondere für einen Kleinstaat wie die Schweiz
Die Menschenrechte ─ zum Beispiel das Recht auf Leben, auf Freiheit, auf Privatsphäre, auf Glaubens- und Gewissensfreiheit oder das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie der Schutz vor Diskriminierung ─ gelten für alle. Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) ist ein Garant dieser freiheitlichen Grundrechte und damit auch für den Frieden und die Sicherheit in Europa. Damit europaweit der Mindeststandard für Menschenrechte eingehalten wird, hat der Europarat – dem neben 46 anderen Ländern auch die Schweiz angehört – den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) geschaffen. Es sind auch unsere Richter, welche am Gerichtshof die Menschenrechte schützen. Die Selbstbestimmungsinitiative würde jedoch die Schweiz zwingen, die EMRK (und die Urteile des EGMR) zu missachten oder gar aus dem Europarat auszutreten. Nebst Weissrussland wäre die Schweiz das einzige Land in Europa, welches seinen Bürgerinnen und Bürgern den Schutz der EMRK vorenthalten würde.
Die Menschenrechte sind in der Schweiz zwar als Grundrechte auch in der Verfassung verankert. Die Verfassung kann durch die Mehrheit von Volk und Ständen jedoch jederzeit abgeändert werden. Auch das Parlament kann Gesetze einführen, welche Menschenrechte verletzen. Umso wichtiger ist der internationale Schutz der Grundrechte, damit die individuellen Freiheitsrechte und der Schutz vor Diskriminierung in jedem Fall sichergestellt sind, auch gegenüber dem eigenen Staat.
Allgemeingültige Regeln gegen das Recht des Stärkeren
Kleinere Staaten wie die Schweiz haben ein starkes Interesse an allgemeingültigen, für alle Staaten geltenden Regeln. Mit ihrer Unterschrift unter einen völkerrechtlichen Vertrag verpflichten sich die beteiligten Staaten freiwillig und souverän, die im Vertrag festgelegten Regeln zu befolgen. Dadurch wird die Staatenwelt berechenbarer. In einer Staatenwelt ohne Völkerrecht herrscht das Recht des Stärkeren. Die Initiative verlangt, dass die Schweiz völkerrechtliche Verträge, die der Verfassung widersprechen, neu verhandelt und nötigenfalls kündigt. Damit gefährdet sie die Stabilität und Verlässlichkeit der Schweiz und untergräbt das internationale System, auf welches die Schweiz angewiesen ist.
Adresse für Rückfragen
Walter Leimgruber, Eidgenössische Migrationskommission EKM, T +41 76 396 30 37
Martine Brunschwig Graf, Eidgenössische Kommission gegen Rassismus EKR, T +41 79 507 38 00
E-Diaspora
-
Der albanische Künstler aus Kanada, Zeqirja Rexhepi, eröffnet eine Ausstellung in Berat Die Ausstellung mit dem Titel "Wurzeln" präsentiert der Öffentlichkeit mehr als 40 Kunstwerke, die ein emotionales... -
Danimarkë
Aroma Lushaku schließt ihr Studium in Dänemark mit einer Abschlussarbeit über den Krieg im Kosovo ab -
Die albanische Diaspora in Genf organisiert eine Protestkundgebung: “Albanien steht nicht zum Verkauf” -
“Auf den Spuren unserer Wurzeln”, ein Abend im Zeichen der albanischen Identität in der Diaspora -
Von Zürich nach Amerika: Das Ensemble “TROJET” bringt die albanische Kultur zum Festival “Lahuta 35”
Leben in der Schweiz
-
Zürich: “Oper für alle” zieht 15.000 Besucher an Das neu gegründete Kinderopernorchester mit über 80 Musikerinnen und Musikern im Alter von 8 bis 15... -
“Auf den Spuren unserer Wurzeln”, ein Abend im Zeichen der albanischen Identität in der Diaspora -
20 Jahre Vali Ranch: Ein Traum, der zu einem bekannten Touristenziel im Kosovo wurde -
Ylfete Fanaj wird zur Vizepräsidentin der Regierung des Kantons Luzern gewählt -
Die Aare in Bern erreicht eine Rekordtemperatur für den Monat Juni











