Literatur

In Wien wird das Buch “Mein geliebter Tischler” der Autorin Gabriela Mujaj vorgestellt.

In einem schönen künstlerischen Ambiente wurde der Gedichtband “Mein geliebter Tischler” auch in der österreichischen Hauptstadt vorgestellt.

Das Buch wurde vor einigen Monaten im Verlag “Onufri” veröffentlicht, einem der renommiertesten Verlage Albaniens und Herausgeber der Werke von Ismail Kadare. Die redaktionelle Bearbeitung übernahm der Schriftsteller aus Shkodra, Stefan Çapaliku, der auch das Vorwort schreibt.

Ein Nachwort zu diesem Buch verfasste Artan Gjizel Hasani. Der Band umfasst 99 Gedichte, die im gegischen Dialekt geschrieben sind. Die Anwesenden wurden zunächst von Anton Marku, dem Vorsitzenden des Verbandes albanischer Schriftsteller und Kulturschaffender in Österreich “Aleksandër Moisiu”, begrüßt, der die Bedeutung literarischer Aktivitäten in der Diaspora für die Bewahrung und Pflege der nationalen Identität hervorhob.

An dieser Veranstaltung nahmen auch Vertreter verschiedener Vereine, Intellektuelle und Aktivisten unserer Gemeinschaft in Österreich teil. Mit ihrer Anwesenheit ehrte auch Blerina Serjani, Diplomatin an der albanischen Botschaft in Wien, die Veranstaltung. Die Schriftstellerin Gabriela Mujaj betritt mit großen und sicheren Schritten die Bühne der albanischen Literatur.

Sie stammt aus Malësia e Madhe im Norden Albaniens und lebt seit mehreren Jahren in Wien, wo sie auch studiert. Dort tritt sie vor das kunstinteressierte Publikum mit einem besonderen und einzigartigen Stil auf, sowohl in der Form als auch im Inhalt. Ihre Poesie spricht und berührt das menschliche Bewusstsein in seiner Suche nach Menschlichkeit. Ihre Verse führen einen Dialog mit Leben und Tod, mit Himmel und Erde, mit dem Geschehenen und dem Ungeschehenen. Sie kann angesichts von Ungerechtigkeiten nicht schweigen, sondern möchte gesellschaftliche Phänomene sichtbar machen, im Bewusstsein, dass Poesie keine Kriege und Konflikte beenden kann, aber die Seele heilen kann.

In einem Gespräch mit Anton Marku sprach sie über Teile ihrer Kindheit, ihren Traum, das Schöne im Herzen des anderen zu finden, und ihre Entschlossenheit, sich selbst treu zu bleiben, ohne den Wunsch, sich aufzudrängen.

Neben der Autorin trugen auch Gesu Zefi, Sopranistin, Fatmire Loci, Schriftstellerin, und Nereida Limani, leidenschaftliche Leserin, Gedichte aus dem Buch “Mein geliebter Tischler” vor. Im dritten Teil beantwortete Gabriela Mujaj die Fragen der Anwesenden, die sich hauptsächlich auf ihren Schreibstil, die Verwendung des gegischen Dialekts in der Literatur, die kreative Freiheit und weitere Themen bezogen.

Allgemein wurde festgestellt, dass sie ihre Kunst durch Worte zum Ausdruck bringt und dass diese die Kleidung ihrer Gedanken sind. Einen besonderen Akzent erhielt dieser künstlerische Abend auch durch die meisterhaft interpretierten Klavierstücke von Vlora Melchard. Der Verband albanischer Schriftsteller und Kulturschaffender in Österreich “Aleksandër Moisiu” wurde im Jahr 2011 gegründet.

In diesem Jahr feiert er sein 15-jähriges Bestehen und ist die erste Anlaufstelle für albanische Kulturschaffende in Österreich sowie ein wichtiger Bezugspunkt für die albanische Literatur in diesem Land. Mit einem seriösen Ansatz und hoher Qualität bei der Organisation von mehr als 80 literarischen Abenden und Buchpräsentationen hat der Verband sehr erfolgreich mit nationalen Institutionen wie den Ministerien für Kultur, Bildung und Diaspora, den Botschaften Albaniens und Kosovos in Wien sowie mit verschiedenen Vereinen und Einzelpersonen zusammengearbeitet.

Darüber hinaus besteht eine sehr bedeutende Zusammenarbeit mit österreichischen Organisationen, insbesondere mit dem österreichischen PEN-Club und dem Schriftstellerverband Österreichs.

Text verfasst von: Anton Marku