Kosova

Der Deutsche Bundestag verlängert das Mandat der Bundeswehr im Kosovo.

Die "Obergrenze" bleibt bei 400 deutschen Soldatinnen und Soldaten. Im Jahr 2024 entsandte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius 160 zusätzliche Soldaten als "Signal an Moskau".

Deutsche Soldatinnen und Soldaten werden noch ein weiteres Jahr in Bosnien und im Kosovo stationiert bleiben. Insgesamt werden rund 450 Personen weiterhin im Rahmen eines internationalen Militäreinsatzes zur Stabilität in beiden Regionen beitragen, berichtet albinfo.ch.

Die Bundeswehr wird ihre Beteiligung an der internationalen Militärmission in Bosnien und Herzegowina fortsetzen. Der Bundestag hat am Donnerstagabend das Mandat für den EU-Einsatz EUFOR Althea verlängert.

Bis zu 50 deutsche Soldatinnen und Soldaten sollen dort eingesetzt werden, um die Einhaltung des Dayton-Friedensabkommens zu überwachen, das 1995 den Bosnienkrieg beendete, schreibt dpa.de. Derzeit sind dort 36 Bundeswehrangehörige stationiert. Gemäss dem Beschluss gilt die Verlängerung für ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2027. Die konkreten Einsatzorte in Bosnien oder Herzegowina wurden jedoch nicht festgelegt.

Einsatz im Kosovo als Signal an Moskau

Der Bundestag hat zudem das Mandat für den NATO-Einsatz KFOR im Kosovo verlängert. Mit inzwischen 27 Jahren ist dies das längste Auslandsmandat der Bundeswehr. Die “Obergrenze” bleibt unverändert bei 400 deutschen Soldatinnen und Soldaten. Ihre Aufgabe besteht darin, die Stabilität im Land zu sichern, in dem die Spannungen zwischen der albanischen und der serbischen Bevölkerungsgruppe immer wieder aufflammen.

Die deutsche Beteiligung an der NATO-Mission KFOR im Kosovo wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Im Jahr 2024 entsandte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zusätzlich 160 Soldatinnen und Soldaten in den Kosovo.

Mit der Aufstockung des Personals sollte ein klares Signal an Russland gesendet werden. Nach allen Bemühungen im Kosovo wolle Deutschland nicht tatenlos zusehen, wie sich die Lage in der Region verschlechtere, hatte Pistorius damals erklärt, berichtet albinfo.ch. Russland habe stets “sehr starke Interessen” auf dem Westbalkan verfolgt. Deshalb sei es umso wichtiger gewesen, “klare Signale nach Moskau zu senden”.