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Mehr Wirkung dank neu gestalteter Zusammenarbeit der DEZA mit Schweizer Nichtregierungsorganisationen
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA will ihre Mittel künftig noch wirksamer und effizienter zugunsten der Ärmsten und Notleidenden einsetzen. Zu diesem Zweck passt sie die Zusammenarbeit mit Schweizer Nichtregierungsorganisationen (NGO) an die veränderten Rahmenbedingungen an. Ein transparentes Vergabesystem mit neuen Obergrenzen soll für eine nachvollziehbare und faire Verteilung der Bundesbeiträge sorgen. Zugleich will die DEZA die Innovation und den Wettbewerb unter den NGO stärken
Das Umfeld der internationalen Zusammenarbeit hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Um den wachsenden Herausforderungen in der Armutsbekämpfung sowie in Bezug auf Menschenrechte, Migration und Umwelt wirksam zu begegnen, müssen staatliche und nichtstaatliche Akteure enger zusammenarbeiten. Vor diesem Hintergrund hat die DEZA entschieden, ihre Zusammenarbeit mit Schweizer NGO strategisch anzupassen und darauf aufbauend das historisch gewachsene Vergabesystem für Programmbeiträge zu reformieren.
Mit der Zusammenarbeit mit Schweizer NGO sollen Synergien und Multiplikationseffekte geschaffen werden, um die zur Verfügung stehenden Mittel noch wirksamer und effizienter zugunsten der Ärmsten und Notleidenden einzusetzen. Durch die Zusammenarbeit mit Schweizer NGO will die DEZA den Zugang zu Schweizer Fachwissen, Innovation und Dienstleistungen fördern und die Zivilgesellschaft in Entwicklungs- und Transitionsländern sowie in humanitären Krisen stärken.
Mit dem neuen Vergabesystem strebt die DEZA eine nachvollziehbare und faire Verteilung der Programmbeiträge an. Ab 2021 werden die Beiträge an das internationale Programm einzelner NGO auf 30% limitiert. Dachorganisationen, kantonale Föderationen sowie NGO-Allianzen können maximal 40% ihrer internationalen Budgets vom Bund erhalten. Neu gilt in jedem Fall eine Obergrenze von acht Millionen Franken pro Jahr und NGO bzw. Dachorganisation oder kantonale Föderation. Das Gesamtvolumen der Programmbeiträge bleibt dabei unverändert.
Das neue Vergabesystem für Programmbeiträge soll dafür sorgen, dass der Wettbewerb und die Innovation gestärkt werden. Beiträge werden alle vier Jahre neu vergeben. Damit sollen nicht nur die bisherigen, sondern auch neue NGO Zugang zu Bundesgeldern erhalten, wenn sie für die internationale Zusammenarbeit der Schweiz einen Mehrwert erbringen. Voraussetzung dafür ist, dass sie die festgelegten Qualitätskriterien bezüglich Betriebsführung, Rechenschaftslegung und Risikomanagement erfüllen sowie über das ZEWO-Gütesiegel verfügen. Durch die Zusammenarbeit mit grösseren Einheiten wie Dachverbänden, kantonalen Föderationen und NGO-Allianzen werden zudem eine Fokussierung des Engagements und eine Senkung der Verwaltungskosten angestrebt.
NGO sind wichtige Akteure in der internationalen Zusammenarbeit. Die DEZA setzt rund einen Drittel ihrer Mittel über NGO um. Dank ihrem Knowhow, ihrer thematischen und operationellen Erfahrung und ihren Kenntnissen der lokalen Verhältnisse tragen Schweizer NGO zum Erfolg der internationalen Zusammenarbeit bei. Ausserdem fördern sie den guten Ruf der Schweiz in der Welt und sind in der Schweizer Bevölkerung traditionell stark verankert. Gegenwärtig leistet die DEZA einen wesentlichen Beitrag an die internationalen Programme von gegen 40 Schweizer Hilfswerken, Dachverbänden und Föderationen. Dabei erhalten die zehn grössten Hilfswerke 73% des Gesamtbudgets für Programmbeiträge von 120 Mio. CHF pro Jahr. Die restlichen 27% verteilen sich auf rund 25 weitre Partnerorganisationen.
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