Leben in der Schweiz
SEM vergibt Mandate für Beratung und Rechtsvertretung in den Bundesasylzentren
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat die Mandate für die Beratung und Rechtsvertretung von Asylsuchenden in den Bundesasylzentren ab März 2019 vergeben. In zwei Asylregionen übernimmt dies die Bietergemeinschaft Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not / Schweizerisches Arbeiterhilfswerk, in ebenfalls zwei Regionen das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz und in je einer Asylregion sind es Caritas Schweiz und die Bietergemeinschaft Caritas Schweiz / SOS Ticino
Am 1. März 2019 tritt das revidierte Asylgesetz in Kraft. Von diesem Zeitpunkt an werden Asylgesuche in einem beschleunigten Verfahren behandelt. Asylsuchende werden während des Aufenthalts in einem Bundesasylzentrum Zugang zur Beratung über das Asylverfahren haben und erhalten Informationen über ihre Rechte und Pflichten im Asylverfahren. Zudem wird jeder asylsuchenden Person bereits ab Beginn der Vorbereitungsphase eine Rechtsvertretung zugeteilt. Die Rechtsvertreterinnen und Rechtsvertreter werden zudem als Vertrauenspersonen für unbegleitete minderjährige Asylsuchende eingesetzt, die sich in den Bundesasylzentren aufhalten. Caritas Schweiz wird diese Aufgaben des Rechtsschutzes in der Asylregion Westschweiz, die Bietergemeinschaft Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not / Schweizerisches Arbeiterhilfswerk in den Asylregionen Bern und Zürich, die Bietergemeinschaft Caritas Schweiz / SOS Ticino in der Asylregion Tessin und Zentralschweiz und das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz in den Asylregionen Ostschweiz und Nordwestschweiz übernehmen.
Der Bund hatte diese Mandate am 18. Juli 2018 öffentlich ausgeschrieben. Die Anbieter mussten unter anderem ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sowie für den Auftrag relevante Erfahrung nachweisen. Zudem mussten sie in einem Konzept darlegen, wie sie die Beratung und Rechtsvertretung ausgestalten, Schwankungen bei den Asylgesuchszahlen auffangen, ihre Mitarbeitenden schulen und weiterbilden sowie wie die Dolmetsch-Dienstleistungen erbracht werden sollen. Die mandatierten Organisationen erfüllen die qualitativen Anforderungen und haben das wirtschaftlich günstigste Angebot eingereicht.
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