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Swisscoy: Bundesrat stockt Kontingent für Standortwechsel vorübergehend auf
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 23. August 2017 das VBS ermächtigt, das Schweizer Kontingent in Kosovo (Swisscoy) bis längstens Ende Mai 2018 um maximal 35 Armeeangehörige zu verstärken. Diese vorübergehende Aufstockung ist notwendig, da die Swisscoy ihren grössten Standort wechseln und gleichzeitig ihre Aufträge für die KFOR weiter erfüllen muss
Das Parlament hat in der Sommersession 2017 den Einsatz der Swisscoy bei der Kosovo Force (KFOR) bis Ende 2020 verlängert. Aufgrund der Entwicklungen vor Ort soll innerhalb dieser Mandatsperiode der Bestand etappenweise reduziert werden. Gleichzeitig hat das Parlament dem Bundesrat die Kompetenz erteilt, das Kontingent temporär aufzustocken, wenn beispielsweise umfangreiche Instandhaltungsarbeiten anstehen.
Im Rahmen von Anpassungen des KFOR-Dispositivs und im Zuge von Neu-Priorisierungen reduzieren auch andere Truppensteller ihre Kontingente. So wird Deutschland per Ende 2018 das Feldlager in Prizren schliessen und die dort stationierten Truppen abziehen. Da das Gros des Schweizer Kontingentes seit 2012 in diesem Camp untergebracht ist, muss für diese Armeeangehörigen und ihre Infrastruktur und Ausrüstung ein neuer Standort gefunden werden.
Neuer Standort für das Schweizer Kontingent
Inskünftig wird der Grossteil des Swisscoy-Kontingents im Camp Novo Selo einquartiert werden, das zwischen Pristina und Mitrovica liegt. Der Umzug des Schweizer Kontingentes mitsamt Infrastruktur und Installationen muss parallel zur Erbringung der mit der KFOR vereinbarten Leistungen erfolgen. Somit sind für die Zeitdauer des Umzuges zusätzliche Kräfte notwendig. Dies ist mit der von Bundesrat und Parlament beschlossenen befristeten Verstärkung möglich. Das Swisscoy-Kontingent wird von Oktober 2017 bis Mai 2018 mit maximal 35 Logistik-Experten, vorwiegend Milizangehörige, verstärkt werden.
In der neuen Konfiguration wird das Gros der Swisscoy neu im Feldlager Novo Selo sowie weiterhin im KFOR-Hauptquartier in Pristina sowie am Flughafen in Pristina untergebracht sein. Darüber hinaus bleiben Verbindungs- und Beobachtungsteams in Mitrovica, Zubin Potok, Malishevo und Prizren stationiert.
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