Nachrichten
Buch von Surroi verbrannt
Die Ex-UCK-Kämpfer haben in Ferizaj das Buch des Autors Veton Surroi "Këmbët e gjarprit"(Die Füsse der Schlange) verbrannt. In diesem Buch ironisiert Surroi einige der Führer der UCK.
“…zunächst verbrennen sie die Bücher, dann ziehen sie sich die schwarzen Hemden an” schreibt Surroi in seinem Facebook-Account.
Mitglieder der Veteranenorganisationen sagten “dieses Buch ist eine Beleidigung für die UCK-Kämpfer. Die Verbrennung dieses Buches ist ein symbolischer Akt. Wir werden weiterhin für die Interessen der UCK-Kämpfer arbeiten”.
Der Bürgermeister von Ferizaj Muharren Sfarqa sagte in seiner Reaktion, seine Stadt darf nicht als die Stadt, in der man Bücher verbrennt, wahrgenommen werden. Er verurteilte diese Aktion der Veteranen-Organisationen. Die Stadt lehnt die Entschiedenheit solche Aktionen ab, die es auch vor 30 Jahren durch das totalitäre Regime gab. Auch nach dem Krieg habe man leider solche Aktionen gesehen.
“Der Bürgermeister ist äusserst besorgt über die Verbrennung des Buches. Die Bücherverbrennung ist eine unzivilisierter Akt, der ins Bild von längst vergangenen Zeiten von untergegangenen Regimes passt. Stattdessen hätten diese Individuen eine öffentliche Debatte anstossen können, auch bezüglich der Inhalte dieses Buches”.
Die Bürger der Stadt Ferizaj werden aufgerufen, sich von solchen Aktionen, die an Inquisition und an die Nazi-Zeit erinnern, zu distanzieren und zivilisierte Wege zu finden, um ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen.
“Ferizaj darf nicht als die Stadt wahrgenommen werden, in der mann Bücher verbrennt”, heisst es in der Mitteilung der Stadt.
Vor 30 Jahren gab es schon mal eine Bücherverbrennung: auf Anordnung eines Gerichts des kommunistischen Regimes wurde ein Buch verbrannt, das das Regime als “konterrevolutionär” empfunden hatte.
Das Buch “Këmbët e gjarprit” ironisiert vier Geschichtsprofessoren – drei von denen, unter anderem auch Hashim Thaci, führende Positionen in der UCK hatten. Währen des Krieges trug Thaci das Pseudonym “Gjarpri” (die Schlange).
Weitere aus Nachrichten

Der 27. Kongress der Föderation albanischer Ärzte in Europa fand in Tirana statt.
- Der albanische Fussballverband setzt seine Talentsuche in der Diaspora fort: “Open Stage” am 27. Juni in New York.
- Die Botschaft: Schweizer Unternehmen in Albanien sind wichtig für unsere bilateralen Beziehungen.
- GESS Who! organisiert seine erste internationale Reise, 23 Studierende der ETH Zürich erkunden den Kosovo.
E-Diaspora
-
Gjermani
Marigona und Irena Toma präsentieren ihre Ausstellung am 26. Juni in Frankfurt. Marigona und Irena Toma präsentieren die Ausstellung "AugenBlicke und Emotionen in Farbe", eine Verbindung der albanischen... -
Starke Emotionen in Zürich bei der fünften Buchpräsentation von “Für jene, die nicht zurückkehrten” von Edona B. Kelmendi. -
Marigona Qerkezi triumphiert in der Rolle der Aida auf der renommierten Bühne von Sevilla. -
Der 27. Kongress der Föderation albanischer Ärzte in Europa fand in Tirana statt. -
Der albanische Fussballverband setzt seine Talentsuche in der Diaspora fort: “Open Stage” am 27. Juni in New York.
Leben in der Schweiz
-
Zürich tanzte am ersten Tag des Alba Festivals 2026 im albanischen Rhythmus. Im Herzen von Zürich haben junge Albanerinnen und Albaner am ersten Tag des Alba Festivals 2026... -
Leo beschäftigt rund 200 Mitarbeitende in der Schweiz und mehrere Dutzend weitere im Kosovo. -
Die Sängerin A R B Ë R E S H Ë, ein intuitiver Zugang zum Gesang und zur Neuinterpretation der albanischen Musiktradition. -
“She Leads 2026” brachte albanische Unternehmen aus der Schweiz, dem Kosovo und Nordmazedonien zusammen. -
Florim Kadriu: Die Solidarität der Gesellschaft hat die Verbreitung der Angst besiegt











