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Albanische Schule in Grabs im Kanton St. Gallen öffnet ihre Türen
Die albanischen Schulen in der ganzen Schweiz strahlen mit dem Glanz unserer Sprache – mit jener Sanftheit und Liebe, wie sie einst von Naim Frashëri beschrieben wurde – für alle albanischen Kinder und Jugendlichen. Es handelt sich um eine neue Initiative, ein weiteres Licht in der Reihe vieler Bildungsbemühungen, die uns seit mehr als drei Jahrzehnten begleiten und „das Licht des Wissens“ in albanischer Sprache verbreiten. Der neue Schulstandort in Grabs im Kanton St. Gallen reiht sich in diese Aktivitäten ein und ermöglicht es albanischen Kindern, ihre Muttersprache zu erlernen und zu pflegen.
In den letzten Jahren wurde bewundernswerte Arbeit geleistet, um neue Unterrichtsstandorte in nahezu allen Kantonen der Schweiz zu eröffnen. Durch die Zusammenarbeit mit engagierten Eltern trägt unser Einsatz Früchte und ist beispielhaft für die Verbreitung des albanischen Sprachunterrichts. Vor zwei Monaten begannen die organisatorischen Bemühungen für den neuen Standort in Grabs: Zunächst mit der Schulleitung, dann mit der Lehrerin Albulena Hasani, die bereits drei Monate lang in der Region Sarganserland unterrichtet hatte. Mit ihrer Motivation und unserem Engagement konnte sie offiziell in den Lehrerrat des albanischen Lehrer- und Elternvereins „Naim Frashëri“ in der Schweiz aufgenommen werden.
Schritt für Schritt wurde alles Wirklichkeit: Gespräche mit den Eltern, Genehmigung der Klasse durch die Schulleitung, Einschreibung der Schüler – alles notwendige Schritte, die wie bei jedem neuen Standort viel Zeit und administrativen Aufwand erforderten. Das stellt nicht nur für uns Freiwillige, sondern auch für die Schulleitungen eine Herausforderung dar, da neue Klassen oft unter dem laufenden Schuljahr eröffnet werden und nicht im Voraus geplant sind.
Der erste Unterrichtstag war besonders – denn es gibt nichts Schöneres, als Kinder zu hören, die die Worte ihrer Muttersprache sprechen – die Sprache ihrer Eltern und Vorfahren. Es gibt nichts Berührenderes, als albanische Kinder mit einem albanischen Buch in der Hand zu sehen, bereit, auf ihrer Lernreise voranzuschreiten. Zugleich ist es auch herausfordernd, denn die Klasse besteht aus Kindern unterschiedlichen Alters und Lernniveaus: Einige fangen gerade erst an, die Buchstaben zu lernen, während andere mit Doppellauten kämpfen. Es gibt aber auch Kinder, die dank familiärer Unterstützung bereits gut albanisch sprechen und schreiben. Das ist die alltägliche „Herausforderung“, der wir uns in jeder Unterrichtswoche in verschiedenen Klassen stellen. Nun hat sich auch Lehrerin Albulena dieser Herausforderung angeschlossen, mit dem Ziel, albanischen Kindern im Ausland das Erlernen der Muttersprache zu ermöglichen.
In diesem Engagement sind wir Dutzende von Lehrkräften in der ganzen Schweiz vereint. Woche für Woche unterrichten wir, damit die Kinder ihre Sprache nicht vergessen. Der Anfang ist immer schwer – das zeigen die hunderten Kinder, die regelmäßig am muttersprachlichen Unterricht teilnehmen. Aber wenn Lehrer und Schüler gemeinsam an einem Ziel festhalten, lassen Erfolge nicht lange auf sich warten.
Auch die Schülerinnen und Schüler der neuen albanischen Klasse in Grabs sind Teil dieses hoffnungsvollen Einsatzes. Namen wie Ana, Sara, Amira, Ajla Mendohija, Albini, Shkodrani, Gresa, Genti, Ariana, Ajani, Zejdi und viele weitere gehören zu den Lernenden, die hierher kommen, um den „Nektar unserer Sprache“ zu kosten.
Wir hoffen, dass ihr Lächeln – wie dieses in den ersten Frühlingstagen des albanischen Sprachunterrichts – niemals verblasst und für immer ein frühlingshaftes Lächeln bleibt.
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