Ein besonderer Abend, der der arbëreshischen Kultur gewidmet war, fand am 7. März 2026 in Genf im Saal der Universität der Kulturen statt, wo sich Albaner aus verschiedenen Regionen versammelten, um eine kulturelle Begegnung mit den Arbëresh aus Kalabrien zu erleben, berichtet albinfo.ch.
Das Programm begann mit der albanischen Nationalhymne, vorgetragen von der Sopranistin Fjolla Hiseni, und schuf einen feierlichen und emotionalen Moment für die Anwesenden. Die Veranstaltung wurde von der Institutsdirektorin Albana Krasniqi Malaj moderiert, die betonte, dass dieser Abend eine Begegnung mit der albanischen Geschichte und Identität sei.
Im ersten Teil des Programms wurde über die Bedeutung der Muttersprache und ihre Rolle bei der Bewahrung der Identität in der Diaspora diskutiert. Anwesend waren auch Ermal Dredha, Botschafter von Albanien in Bern, sowie Fjolla Haziri, Vizekonsulin des Kosovo in Genf, die die Bedeutung der Bewahrung der albanischen Sprache und Kultur über Generationen hinweg hervorhoben.
An der Diskussion beteiligten sich auch Leonard Ferati und Ilir Kurti, die über die Bedeutung der Muttersprache für die Bildung und Integration der jungen Generation in der Diaspora sprachen.
Der zweite Teil des Abends war dem arbëreshischen Kulturprogramm gewidmet. Professor Michele Greco stellte die Geschichte der Auswanderung der Arbëresh und die Bewahrung der albanischen Sprache über Jahrhunderte vor und betonte, dass es in Kalabrien noch heute etwa 35 Dörfer gibt, in denen Arbëresh gesprochen wird.
Auf der Bühne traten die Gruppen “Ocarina” aus Genf, “Gjaku i Arbërit” aus Frasnita sowie “Këngëtarët e Motit” aus Ungra und Fërma in Italien auf und brachten traditionelle arbëreshische Lieder und Tänze dar.
Der Abend endete mit albanischen Liedern, bei denen sich das Publikum spontan den Künstlern anschloss und eine emotionale Atmosphäre entstand, die zeigte, dass Sprache und Kultur der Albaner auch fern der Heimat weiterleben.













