Entwicklung
Die Schweiz fördert den Ausbau der Umwelt-Infrastruktur in Mazedonien
Der Bundesrat hat am 15. Januar 2014 beschlossen, Mazedonien für den Bau einer Kläranlage eine nicht rückzahlbare Finanzhilfe im Umfang von 21 Millionen Franken zu gewähren. Die Schweiz unterstützt das Land damit bei der Umsetzung seiner Umweltschutzziele.
Die Flüsse und Seen in Mazedonien sind zum Teil stark verschmutzt. Dies gefährdet die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung und hemmt die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die mazedonische Regierung unternimmt deshalb grosse Anstrengungen, um die Wasserqualität zu verbessern. Eine wirkungsvolle Massnahme ist der Bau von Kläranlagen. Die Investitionen für den Bau solcher Anlagen übersteigen aber die finanziellen Kapazitäten der Gemeinden und der mazedonischen Regierung. Eine externe finanzielle Unterstützung ist daher notwendig.
Der Bundesrat hat beschlossen, eine Kläranlage im Osten von Mazedonien, welche das Abwasser der Stadt Kocani und der umliegenden Gemeinden reinigt, mit 21 Millionen Franken zu unterstützen. Die Anlage wird nicht nur das Abwasser von 58’000 Personen reinigen, sondern auch industrielles und gewerbliches Schmutzwasser behandeln. Dadurch verbessern sich die Wasserqualität im Fluss und die Gesundheitssituation für die Bevölkerung flussabwärts, da die Wasserversorgung durch sauberes Grundwasser langfristig sichergestellt wird. Auch das lokale Gewerbe profitiert von der Anlage, da das gewerbliche Schmutzwasser nach entsprechender Vorreinigung eingeleitet werden kann.
Dagmer Vogel, SECO Ressortleiterin Infrastrukturfinanzierung sagt für albinfo.ch, die Schweiz habe in diesem Bereich auch weitere Balkanländer unterstützt. In Mazedonien und Albanien habe man hauptsächlich den Bau von Klärwasseranlagen finanziert.
“Wir werden unsere Projekte auch in Kosova, Bosnien-Herzegovina sowie in Ländern Zentralasiens ausweiten”.
In Kosova hat die SECO grösstenteils Projekt der Trinkwasserversorgung finanziert, sagt Vogel. In Kosova und Mazedonien habe man mit schlechten und veralterten Trinkwassersystemen zu tun. Die Projekte, die SECO unterstützt, müsse man gesamentheitlich sehen – eng verknüpft mit der Wasseraufbereitung und dem Schutz der Trinkwasserquellen.
In Serbien unterstütze man Projekte im Energiesektor, wobei die Projekte der Trinkwasserversorgung eine Priorität für Kosova, Bosnien und Herzegovina sowie Mazedonien sind.
Mazedonien ist eines der Schwerpunktländer der Schweizer Ostzusammenarbeit. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) arbeiten komplementär. Im Rahmen der Infrastrukturfinanzierung des Leistungsbereichs Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fokussiert das SECO unter anderem auf eine nachhaltige Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung.
Quelle: Seco (Mitteilung)
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