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Aktivitäten von verdächtigen NGOs verboten
Wegen des Verdachts auf Propaganda für den islamistischen Extemismus haben 14 in Kosova aktive NGOs nun ein Verbot erhalten, weiterhin in Kosova aktiv zu sein.
Gleich nach dem Ende des Krieges im Jahr 1999 war Kosova eine Oase für internationale Organisationen gewesen. Darunter sind auch 14 Organisationen aus Saudi Arabien, die ihrer Aktivitäten in mehreren Städten und Dörfern in Kosova ausgeweitet haben. Später hat man erfahren müssen, dass sie sich nicht nur für humanitäre Zwecke eingesetzt haben.
In den letzten Monaten des vergangenen Jahres hat das Innenministerium in Prishtina ausgehend von Geheimdienstinformationen 14 NGOs die Lizenz entzogen und ihre Aktivitäten in Kosova verboten.
Shkodran Manaj vom Innenministerium sagte für das Radio Freies Europa, man habe Al-wakaf-al-Islam und weiteren 13 Organisationen die Aktivitäten verboten, weil sie ein Sicherheitsrisiko für Kosova darstellen. Diese Organisationen haben Gesetzesnormen aber auch die Statuten gebrochen, unter denen sie als NGOs registriert sind.
Der Sprecher der Islamischen Gemeinde in Kosova, Ahmet Sadriu, sagt, einige der Organisationen sind über das humanitäre Engagement hinaus aktiv gewesen – sie haben auch in religiöser Hinsicht propagandiert.
“Dies trifft aber nicht nur auf Organisatinen aus dem Osten; auch unter den Organisationen aus dem Westen gibt es solche Fälle. Nun sehen wir die Effekte der Beeinflussung unserer Jugend.”
Die zweifelhaften Aktivitäten von diesen NGOs und besonders von Al-wakaf-al-Islam haben auch die Imame bemerkt.
Idriz Bilalli, Imam der Mosche im Zentrum von Podujeva sagt, schon beim Anfangsverdacht hat man die Islamische Gemeinde in Prishtina informiert.
“Wir haben sehr früh von den Aktivitäten von Al-wakaf-al-Islam Kenntnis genommen. Diese Organisation hat einige Individuen favorisiert, die nicht nur im verborgenen, eine bestimmte Richtung des Islam propagiert haben, die für uns sehr einseitig und destruktiv ist. Darum haben wir mit dieser Organisation nicht zusammengearbeitet”, so Bilalli.
Mejdi Bektashi, ehemaliges MItglied des Bordes des kosovarischen Zentralbank, bestätigt, dass es für bestimmte MIkrofinanzinstitute Zweifel gegeben hat, weil sie ihre Aktivitäten aus zweifelhaften Quellen finanziert haben. “Mindestens zwei MIkrofinanzinstitute haben in Prishtina und in Drenica mit Mitteln aus dem Persischen Golf gearbeitet. Die Organe des Staates haben die Arbeit dieser NGOs blockiert”, sagt Bekteshi.
Seit dem Ende des Krieges hat es viele Organisationen aus dem arabischen Raum gegeben, die sich nur vordergründig für humanitäre Zwecke eingesetzt haben. Sie haben aber vielmehr radikale Einsichten und Strömungen propagiert. Medien in Prishtina berichten sogar, dass einige dieser Organisationen auch der Al Qaeda nahe gestanden sind.
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