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Schlechtere Qualität von Produkten für Osteuropa
Ein Teil der Produkte, die auf dem Balkan als bekannte Marken verkauft werden, haben nicht die Qualität, wie dieselben Produkte, die auf dem europäischen Markt zu finden sind.
Es ist fast gängige Praxis grosser Konzerne, dass sie ihre Produkte dem Markt „anpassen“ und diese in Osteuropa herstellen, zitiert die Zeitung „Koha“ aus Skopje Experten dieses Bereiches.
Die Hersteller haben nicht die Pflicht, dasselbe Produkt überall mit der gleichen Qualität zu verkaufen. Wichtig ist vielmehr, dass man die Grundregeln zur Produktesicherheit und Etikettierung beachtet und einhält.
„Wir haben den Unterschied in der Qualität der gleichen Produkte auf dem Balkan und auf den europäischen Markt gemerkt. Diese Sache ist nicht nur auf dem Balkan ein Problem. Auch die neuen EU-Staaten haben dieses Problem bereits angesprochen“, sagt für „Koha“ die Verbraucherschützerin Marija Lloncar-Vellkova.
Die Qualitätsunterschiede merkt besonders die Diaspora, oder Bürger, die in einem EU-Land reisen. Sie stellen fest, dass auf dem Balkan – anders als auf dem europäischen Markt – beispielweise die Schokolade weniger Kakao enthält, die Waschmittel schlechter sind, oder dass „Nutella“ weniger Haselnüsse enthält.
Auf Nachfrage von Verbraucherschützern sagen die Hersteller, man passe die Produkte den Markgegebenheiten und dem Geschmack der lokalen Bevölkerung an.
Auch im neuen EU-Land Kroatien sind die Qualitätsunterschiede ein Thema. Die Verbraucher beschweren sich, dass die Produkte der bekannten Brands nicht dieselbe Qualität haben wie auf dem EU-Markt. Sie müssen also Produkte konsumieren, die für den osteuropäischen Markt bestimmt sind.
„Doch wenn die Produkte mit niedriger Qualität immer noch den EU-Standards für Produktesicherheit entsprechen und wenn der Inhalt klar gekennzeichnet ist, kann man gegen die Konzerne nichts auf dem juristischen Weg machen“, so der EU-Kommissar für Verbraucherschutz, Neven Mimic.
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