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Kurti wendet sich an die Emigranten: Geht in Kosova und in der Schweiz wählen!
Der Präsident der Bewegung Vetëvendosje (Selbstbestimmung), Albin Kurti, begleitet vom kosovarischen Parlamentsabgeordneten Rexhep Selimi und Professor Salih Salihu, traf sich am Samstag mit Landsleuten in Zürich
Der Führer von Vetëvendosje, Albin Kurti, versprach in Zürich erneut, sich dafür einzusetzen, dass den kosovarischen Landsleuten von staatlicher Seite dreierlei politische Rechte zuerkannt würden: das Recht auf doppelte Staatsbürgerschaft, ein Wahlrecht ohne bürokratische Hindernisse, und der Flüchtlingsstatus.
Kurti ermutigte anlässlich des Treffens seine Landsleute, von ihrem Recht zur Teilnahme an den kosovarischen Lokalwahlen vom 3. November Gebrauch zu machen.
“Noch zwei Tage verbleiben, um sich für die Wahlen des 3. November zu melden. Mit der jetzigen Regierung geht es Kosova nur um euer Geld, nicht aber um eure Stimmen, nutzt deshalb die Anmeldefrist bis zum 10. September. Deshalb auch haben sie all die Hindernisse eingebaut, damit ihr aus dem Ausland nicht wählen geht. In gewisser Hinsicht ist es schwieriger geworden, in Kosova zu wählen, als ein Formular für ein amerikanisches Visum auszufüllen. Doch nehmt die Mühe auf euch, seid mutig und geht wählen”, sagte Albin Kurti.
Ausserdem rief Kurti diejenigen Landsleute, die in Zürich wahlberechtigt sind, dazu auf, auch in der Schweiz an den Wahlen teilzunehmen. Und nicht nur zu wählen, sondern auch in den verschiedenen politischen Parteien der Schweiz zu kandidieren.
“Eine Vertretung der Albaner in den schweizerischen Institutionen stärkt die Stellung der albanischen Gemeinschaft in der Schweiz, aber auch diejenige der ganzen Nation, denn wir sind eins, wir spiegeln uns gegenseitig”, sagte Kurti.
In seiner Rede forderte Albin Kurti seine Landsleute auf, sich auch in anderen Organisationen, in denen sich hierzulande Menschen zusammenfinden, aktiv zu betätigen.
Der Oppositionsführer sprach auch über das alternative Regierungsprogramm von Vetëvendosje, womit laut ihm das Land transformiert würde.
Das entsprechende Dokument gründet auf dem Rechtsstaat, einem entwicklungsfreundlichen Staat und dem Sozialstaat, die, wie Kurti sagte, heute in Kosovo alle fehlen.
“Kosova ist ein Land des Konsums und nicht der Produktion. Nur Beschäftigung bringt Geld und Wohlstand. Kosova wird zu einem Land, in dem zu leben unmöglich ist. Seit dreissig Jahren hat Kosova die höchste Geburtenrate Europas, doch die Bevölkerung wächst nicht über 1,8 Millionen Einwohner. Die Zahl der Kinder, die auf die Welt kommen minus die Mortalität ist ungefähr gleich hoch wie die Zahl der Jungen, die Kosova den Rücken kehren. Deshalb ist für uns die emigrierte Bevölkerung so wichtig”, sagte der Leader von Vetëvendosje.
Der kosovarische Parlamentarier Rexhep Selimi sprach eingehend über die Rolle, die die albanische Diaspora der Schweiz bei allen bedeutungsvollen Entwicklungen in Kosovo hatte.
Insbesondere erwähnte er die Hilfe, die die im Ausland lebenden Landsleute für den Befreiungskrieg gaben.
“Vetëvendosje will eine Emigrationsbevölkerung, die in dem Land, wo sie lebt, integriert ist, die aber auch untrennbarer Teil des Landes ist, aus dem sie auswanderte. Vetëvendosje will eine Emigrationsbevölkerung, die untrennbar mit der albanischen Nation verbunden ist”, sagte Rexhep Selimi.
Professor Salih Salihi seinerseits sprach über die Herausforderungen der wirtschaftlichen Entwicklung Kosovas, aber auch über die Schwierigkeiten, mit denen sich Bildung und Gesundheitswesen konfrontiert sehen.
Die Gäste aus Prishtina beantworteten sodann verschiedene Fragen der Anwesenden. Kurti wurde zu den Beziehungen mit den Internationalen betreffend die Albaner des Preshevatals gefragt, während Selimi Fragen zu Beziehungen zu ehemaligen Kampfkameraden in der Regierung beantwortete.
Während seines zweitägigen Aufenthalts in der Schweiz trafen sich Albin Kurti und eine Delegation des Zentrums der Bewegung Vetëvendosje in der Schweiz mit zwei hohen Funktionären der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz, Stefan Hostettler, stellvertretender Generalsekretär und Leiter der Abteilung Politik, und Peter Hug. Es wurde über die aktuellen Entwicklungen diskutiert, über die politischen Programme und über Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den beiden politischen Akteuren.
Die Delegation von Vetëvendosje traf sich auch mit den Botschaftern von Kosovo und Albanien in deren Botschaften in Bern, wo über die in die Schweiz ausgewanderte albanische Bevölkerung und die jüngsten politischen Entwicklungen in den albanischen Gebieten gesprochen wurde.
Nach dem Treffen mit den Botschaftern hatte die Delegation ein Treffen mit Geschäfts- und Landsleuten aus dem Kanton Bern.
Sevdail Tahiri
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