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UNHCR: Schweiz spendet Masken für humanitäre Hilfe vor Ort

Ohne die nötige Schutzausrüstung kann vor Ort keine Hilfe geleistet werden. Um diesem Problem entgegenzuwirken und gleichzeitig die Personen an der Front zu schützen, spendet die Humanitäre Hilfe der Schweiz knapp drei Millionen Masken

Eine Pandemie ist nicht nur eine Gefahr für die Bevölkerung weltweit, sondern stellt auch ein grosses Hindernis für die humanitäre Hilfe dar. Ohne die nötige Schutzausrüstung kann vor Ort keine Hilfe geleistet werden. Um diesem Problem entgegenzuwirken und gleichzeitig die Personen an der Front zu schützen, spendet die Humanitäre Hilfe der Schweiz knapp drei Millionen Masken. Die Hilfsgüter wurden am Dienstag, 08. September 2020, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) übergeben.

Während in der Schweiz die Versorgung mit Masken sichergestellt ist, sind Schutzausrüstungen gerade in afrikanischen Ländern oftmals Mangelware und die hygienischen Möglichkeiten beschränkt. Gleichzeitig ist aber gerade in von humanitären Krisen stark betroffenen Regionen schnelle und unkomplizierte Hilfe vor Ort überlebenswichtig. «In der humanitären Hilfe haben wir mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Meist sind das unpassierbare Strassen oder anhaltende bewaffnete Konflikte. Mit COVID-19 kommt nun noch ein Kontaminationsrisiko hinzu», erklärt Manuel Bessler, Leiter der Humanitären Hilfe Schweiz.

Schweiz spendet knapp drei Millionen Masken
Der Mangel an Masken, Handschuhen, Hygieneanzügen und anderer persönlicher Schutzausrüstung führt dazu, dass viele Organisationen gezwungen sind, ihre Arbeit an Orten mit vielen Menschen, wie zum Beispiel in Flüchtlingslagern, einzuschränken oder ganz einzustellen. Ein Problem, das auch das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) betrifft, welches in Ländern aktiv ist, in denen Gesundheitssysteme durch die aktuellen Herausforderungen besonders gefährdet sind.

Um in dieser schwierigen Zeit humanitäre Hilfe vor Ort zu ermöglichen, folgt die Schweiz einem Aufruf des UNHCR und spendet unter der Leitung der Humanitären Hilfe der Schweiz, die der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) angegliedert ist, fast drei Millionen Masken im Gesamtwert von 1,5 Millionen Franken. Die ersten Hilfsgüter wurden am 8. September 2020 in Pratteln an das Hilfswerk der Vereinten Nationen übergeben und verlassen die Schweiz Richtung Demokratische Republik Kongo. Weitere Masken für den Südsudan und Sudan werden folgen. Diese Masken sind für die humanitäre Hilfe und das Gesundheitspersonal in den drei Ländern bestimmt.

Keine Konkurrenz zum Eigenbedarf in der Schweiz
Bereits vor der internationalen COVID-19-Krise war der Bedarf an humanitärer Hilfe im Südsudan hoch. Mehr als eine Millionen Menschen wurden durch Gewalt vertrieben, das Gesundheitssystem ist anfällig. Eine globale Pandemie bringt zusätzlich Millionen von Menschen in Gefahr. Diese Spende erlaubt es dem Gesundheitspersonal und den Helferinnen und Helfern an der Front ihrer wichtigen und lebensrettenden Arbeit trotz Pandemie nachzukommen.

Die Lieferung der Masken zuhanden des UNHCR wurde im Vorfeld der Spende durch die Humanitäre Hilfe in Absprache mit der Armeeapotheke, dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und dem Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) detailliert geprüft. Die gespendeten Masken stehen nicht in Konkurrenz zum Eigenbedarf der Schweiz und stammen nicht aus den ehemaligen Bundesbeständen, die im Juli 2020 zurückgerufen werden mussten.